Das Fahrrad fit für den Frühling machen

19.03.2019
Der Frühling ist da - die beste Zeit, seinen Drahtesel fit für die Fahrradsaison zu machen. Am besten beginnt das mit einer gründlichen Wäsche.
Putzen und pflegen: Die Fahrradkette freut sich über ein paar wohl dosierte Tropfen Schmiermittel. Foto: Christoph Walter/dpa-tmn
Putzen und pflegen: Die Fahrradkette freut sich über ein paar wohl dosierte Tropfen Schmiermittel. Foto: Christoph Walter/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Wer sein Fahrrad frühlingsfit machen möchte, putzt und checkt es besser ein paar Tage vor der ersten Ausfahrt. Denn fehlen noch Teile oder stehen Reparaturen beim Fachmann an, lässt sich das dazwischen noch erledigen, erklärt der der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bayern.

Zunächst aber putzen Radler ihr Gefährt. Das geht einfach mit Wasser, Spülmittel und Putzlappen oder mit einem Fahrradreiniger zum Sprühen aus dem Fachhandel. Bei einem Hochdruckreiniger ist der Fahrradclub eher skeptisch. Der sei zwar praktisch, könne aber die Radlager beschädigen. Dagegen raten die Experten zu einer alten Zahnbürste, um an schwer zugängliche Stellen zu kommen. Mit einem Tuch trocknen Besitzer ihr Rad abschließend ab.

Beim Reinigen der Kette helfen Gummihandschuhe, die Finger sauber zu halten. Den Kettenreiniger tragen die Radler auf, lassen ihn einwirken und drehen die Kette dann durch einen alten Putzlappen. Auf die gereinigte Kette tröpfeln sie dann an der Innenseite der Kette auf jede einzelne Lasche ein entsprechendes Schmiermittel, etwa Kettenfett. Dabei aufpassen, dass es nicht über die Felgen tropft und auf die Bremsbeläge gelangen kann.

Ist das Rad sauber, nimmt man die Kabel von Schaltung und Bremsen sowie die Felgen unter die Lupe. Sind sie frei von Rissen und Rost? Schlappe Reifen werden mit genügend Druck aufgepumpt. Wie viel, steht in der Regel als Minimal- und Maximalwert auf der Flanke des Mantels.

Beleuchtungs- und Bremsencheck schließen sich an. Lässt sich der Bremshebel bis zum Lenker durchdrücken, lässt sich dieses zu große Spiel unter Umständen mit Rändelschrauben am Griff und am Bremskörper korrigieren, so der ADFC Bayern. Bei abgefahrenen Bremsklötzen sind die Querrillen der Innenseite nicht mehr zu erkennen. Dann sind aus Sicherheitsgründen neue fällig. Nicht vergessen vor der Fahrt: Sind alle Schrauben noch fest angezogen?

Grundsätzlich empfiehlt der ADFC Bayern, das Fahrrad einmal im Jahr von einem Fachmann prüfen zu lassen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vor allem wer sein Fahrrad im Winter im Keller gelassen hat, kontrolliert vor der ersten Ausfahrt im Frühjahr besser die wichtigsten Funktionen und wechselt verschlissene Teile aus. Foto: So wird das Fahrrad fit für den Frühling Eingemottet in der Garage haben viele Fahrräder die letzten Monate verbracht. Doch jetzt geht es wieder auf Tour. Bevor sich Radler nach einer Winterpause in den Sattel schwingen, sollten sie einige Dinge checken.
Frühling auf der Straße: Fahrradfahrer fahren bei Sonnenschein und leichter Bewölkung auf einem Feldweg bei Schorndorf (Baden-Württemberg) vobei. Foto: Christoph Schmidt Rund ums Fahrrad: Brems-Tipps und Kettenpflege Mit dem Frühling wird es auch auf den Straßen wieder bunt. Neben Autos und Motorrollern zieht es die Fahrradfahrer ins Freie. Wer seine Bremsfähigkeiten verbessern will, sollte einmal versuchen, beide Hebel gleichzeitig zu benutzen. Zudem kann eine geölte Kette helfen.
Die Stiftung Warentest hat verschiedene Sitze unter die Lupe genommen. Foto: Michael Reichel Jeder vierte Kinder-Fahrradsitz fällt im Test durch Spätestens im Frühling beginnt wieder die Fahrradzeit. Mit dem passenden Kindersitz können auch die Kleinsten mit auf Tour. Bei einem aktuellen Vergleich der Stiftung Warentest schnitten mehr als die Hälfte der Modelle mit «gut» ab. Vier hingegen sind «mangelhaft».
Damit Kinder mir ihren Eltern mithalten können, sollen sie nun auch ein altersgerechtes E-Bike bekommen. Foto: Rainer Jensen/dpa Fahrradbranche sucht neue Zielgruppe: E-Bikes für Kinder Zum Frühlingsbeginn setzt die Fahrradbranche auf den lukrativen Trend zum Elektroantrieb. Neue Modelle auch für Kinder sollen den Familienfrieden sichern, wenn die Eltern motorisiert davon fahren. Doch die Idee ist umstritten - auch wegen der Geschwindigkeit.