Coronakrise: Keine Einschränkungen bei Pannenhilfe

18.03.2020
Wenn das Fahrzeug liegen bleibt, haben viele Autofahrer über ihren Kfz-Schutzbrief oder die Mitgliedschaft in einem Autoclub Anspruch auf Hilfe. Funktioniert der Service auch in Zeiten von Corona?
Keine Einschränkungen: Pannenhelfer sind derzeit wie gewohnt für Autofahrer im Einsatz. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Keine Einschränkungen: Pannenhelfer sind derzeit wie gewohnt für Autofahrer im Einsatz. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Die Pannenhilfe für Autofahrer läuft in Deutschland wie gewohnt trotz Coronakrise. Das ergab eine Umfrage des dpa-Themendienstes bei verschiedenen Automobilclubs und Dienstleistern.

Beim Automobilclub von Deutschland (AvD) gebe es keine Einschränkungen, sagte Sprecher Herbert Engelmohr. «Wir stehen bereit.»

Der Automobil-Club Verkehr (ACV) registriere deutlich weniger Anrufe von Mitgliedern und auch deutlich weniger Schadenaufkommen im Moment, wie Sprecher Gerrit Reichel sagte.

Die Pannenhilfe lässt der ACV über den Dienstleister Roland Assistance abwickeln, der einer der Gesellschafter von Assistance Partner ist, dem Betreiber der sogenannten silbernen Flotte. Deren Service werde aufrechterhalten, auch wenn das Anrufvolumen momentan geringer sei als sonst, sagte ein Sprecher der Roland-Gruppe.

Die Pannenhelfer des ADAC seien ebenfalls unverändert im Einsatz, teilte der größte deutsche Autoclub mit. Die Helfer seien über Hygiene-Vorschriften informiert, hieß es weiter. Könnten Personen aufgrund möglicher Ansteckungsgefahr nicht in der Fahrerkabine des Abschleppwagens mitfahren, würden die Helfer vor Ort bei der Suche nach einer Alternative unterstützen. Entstünden hier zusätzliche Kosten, werde man größtmögliche Kulanz zeigen, verspricht der ADAC.

Auch der Auto Club Europa (ACE) teilte mit: Man stehe bei der Unfall- und Pannenhilfe weiter an der Seite seiner Mitglieder. Notrufnummer und Mitgliederservice seien weiterhin erreichbar.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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