Bus- und Bahnangebot vielerorts zu dünn

27.10.2021
Mal eben schnell in die Stadt oder in das nächste Dorf: Diese Möglichkeit besteht für viele Bürger in ländlichen Regionen nur mit dem Auto. Denn von vielen Haltestellen fährt nur alle Stunde ein Bus.
Für viele Menschen in Deutschland gibt es einer Studie zufolge kein ausreichendes Bus- und Bahnangebot. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
Für viele Menschen in Deutschland gibt es einer Studie zufolge kein ausreichendes Bus- und Bahnangebot. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Für viele Menschen in Deutschland gibt es einer Studie zufolge kein ausreichendes Bus- und Bahnangebot an der nächsten Haltestelle. Zwar müssen die meisten Bundesbürger nicht weit zur Haltestelle laufen, dort gibt es aber zu wenige Fahrten.

Wie die Bahn-Tochter Ioki ausrechnete und auch die Zeitungen der der Funke-Mediengruppe berichteten, liegt nach Analyse von Fahrplandaten für 93,5 Prozent der Bundesbürger eine Haltestelle oder ein Bahnhof innerhalb von 400 beziehungsweise 600 Metern Entfernung. Nur 63 Prozent können aber von ihrer Haltestelle aus tagsüber mindestens einmal pro Stunde in die eine oder andere Richtung fahren.

Für die 27 Millionen Deutschen in Ballungsräumen und Großstädten gebe es zwar einen sehr guten öffentlichen Nahverkehr, heißt es in der Analyse. Für die 55 Millionen im Umland und auf dem Land sei das Angebot deutlich geringer. Gerade in Dörfern fehlten akzeptable Möglichkeiten, um die täglichen Wege mit Bus und Bahn zurückzulegen.

Ioki betreibt Fahrdienste mit Sammeltaxis auf Abruf, die sich als Zubringer in das bestehende Nahverkehrsangebot einfügen, etwa im Raum Hamburg.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-759250/2

Pressemitteilung

Bericht Funke


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In einigen Städten sind Elektro-Tretroller in den Verkehr integriert. Foto: Steffen Trumpf Tretroller mit E-Antrieb erobern Europa Sind Tretroller mit E-Antrieb eine Chance auf sauberere Luft und weniger Staus in deutschen Städten? Während sie in Skandinavien längst zum Straßenbild gehören, müssen hier erst noch die nötigen Regeln dafür in Kraft treten. Bamberg könnte den Anfang machen.
Hannah Thiemann, Radverkehrsbeauftragte der Stadt Erlangen, unterstützt den Verleih von Lastenrädern. Transporträder könnten die Verkehrswende bringen und Autos ersetzen. Foto: Daniel Karmann/dpa Hilft das Lastenrad bei der Verkehrswende? Lastenräder können Autos ersetzen. Vielerorts kann man sie kostenlos leihen - und wer sich eins selbst anschafft, bekommt oft Geld dazu. Doch wieso sind nicht mehr auf deutschen Straßen unterwegs?
Pläne der Bundesregierung, das Abstellen von Fahrrädern auf Seitenstreifen und am Rand von Fahrbahnen in der Straßenverkehrsordnung zu verbieten, stoßen auf Kritik. Foto: Holger Hollemann/dpa Wie fahrradfreundlich ist Deutschland? Es ist noch viel zu tun für den Ausbau des Radverkehrs. Für mehr Klimaschutz soll es aber nun mehr Geld geben, um die Infrastruktur zu verbessern. Und Radfahren soll sicherer werden.
Ernst Schäfer, Mitbegründer des Lastenradverleihs «Rädchen für alles», fährt auf einem Lastenrad durch die Innenstadt. Foto: Sina Schuldt/dpa Lastenfahrräder erobern Alltag in Niedersachsen Immer mehr Menschen entdecken Lastenfahrräder als Alternative zum Auto. Die Zahl der Leihstationen wächst. Manche Städte unterstützen die Anschaffung auch finanziell. Die Nachfrage nach Zuschüssen ist etwa in Oldenburg riesig.