Bugatti macht den Chiron zum Super Sport

08.06.2021
Nachdem Rimac mit elektrischen Nevera gerade das «schnellste Auto der Welt» präsentiert hat, legt Bugatti jetzt nach. Als Super Sport zieht der Chiron mit bis zu 440 km/h am Newcomer vorbei.
Schon Rakete oder noch Sportwagen? Der Bugatti Chiron Super Sport schafft maximal 440 km/h. Foto: Bugatti/dpa-tmn
Schon Rakete oder noch Sportwagen? Der Bugatti Chiron Super Sport schafft maximal 440 km/h. Foto: Bugatti/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Bugatti legt die Messlatte für Supersportwagen wieder etwas höher: Wenn der Chiron Anfang nächsten Jahres auch als Super Sport angeboten wird, steigt die Leistung des 16-Zylinders um 74 kW/100 PS auf 1176 kW/1600 PS. Der Vortrieb endet nun erst bei 440 km/h, teilt der Hersteller mit. Bislang war bei 420 km/h Schluss.

Erreicht wird die höhere Endgeschwindigkeit nicht nur durch den stärkeren Motor, sondern auch durch eine neue Aerodynamik. Die ist vor allem am um 25 Zentimeter gestreckten Heck zu erkennen. Das soll dafür sorgen, dass der Chiron selbst jenseits von 350 km/h «sehr neutral und ruhig bleibt» und Schnellfahrern so ein hohes Sicherheitsgefühl bietet, teilt die VW-Tochter mit. So spektakulär wie die Leistungswerte ist allerdings auch der Preis des Zweisitzers. Unter 3,2 Millionen Euro ist das Auto laut Bugatti nicht zu haben.

Mit dem neuen Top-Modell reagiert Bugatti auch auf den elektrischen Supersportwagen Nevera, den der kroatische Hersteller Rimac gerade als «schnellstes Auto der Welt» präsentiert hat. Der erreicht bei Vollgas 412 km/h und sprintet in weniger als zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Damit nimmt er dem Standard-Chiron eine halbe Sekunde ab. Für den Super Sport hat Bugatti diesen Wert noch nicht genannt. Auch bei der Leistung ist Rimac mit 1400 kW/1904 PS vorn. Nur beim Preis geht der Stich im Autoquartett an die Franzosen: Rimac verkauft seinen Elektrorenner bereits ab 2,4 Millionen Euro.

© dpa-infocom, dpa:210608-99-909112/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Elektroflunder: Pininfarina will zum Autobauer werden und hat ab 2020 einen elektrischen Supersportwagen angekündigt. Foto: Pininfarina Pininfarina arbeitet am elektrischen Supersportler Pininfarina ist als Designdienstleister und Karosseriebauer bekannt. Doch nun übernimmt das Unternehmen die vollständige Automobilherstellung. In wenigen Jahren will es einen Supersportwagen auf den Markt bringen, der es mit der Spitzenklasse aufnehmen soll.
Nur gucken, nicht anfassen: Den McLaren Super Series 720S dürfen Besucher in Genf lediglich mit gebührendem Abstand bestaunen. Foto: Thomas Geiger Autobauer zeigen in Genf Altbekanntes Beim letzten europäischen Autogipfel in Paris hat sie noch die elektrische Revolution gepredigt - doch auf dem Genfer Salon gibt sich die PS-Branche eher evolutionär und sucht ihr Heil in ganz konventionellen Neuheiten. Visionäre gehen leer aus.
Lamborghini hat angekündigt, genau 63 Exemplare des Aventador Roadster SVJ 63 auf den Markt zu bringen - 1963 ist das Gründungsjahr des Unternehmens. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn Das sind die Highlights der Monterey Car Week Ob Rostlaube oder Karbonrenner, Stromer oder Stromlinie, Prototyp oder Oldtimer - selten werden Autos leidenschaftlicher gefeiert als bei der Monterey Car Week in Pebble Beach.
Markanter Luftansaugstutzen auf dem Dach: Der 1000 PS starke Project One (rechts) von Mercedes-AMG, dessen Antrieb auf dem eines Formel-1-Rennwagens basiert. Foto: Daimler AG/dpa-tmn Von der IAA: Mercedes-AMG Project One mit mehr als 1000 PS Er ist sozusagen ein Formel-1-Renner mit Straßenzulassung: Der Mercedes-AMG Project One protzt auf der Automesse IAA mit seiner Leistung. Sein Spitzentempo soll jenseits von 350 km/h liegen.