Brandgefahr: VW-Konzern ruft Hybridwagen zurück

31.03.2022
Volkswagen muss über 100.000 Hybridfahrzeuge weltweit zurückrufen. Der Grund dafür ist eine möglicherweise defekte Batterie-Sicherung. Es besteht von Brand- oder Stromschlag-Gefahr.
VW ruft weltweit 118.00 Hybridfahrezuge zurück. Foto: Ole Spata/dpa
VW ruft weltweit 118.00 Hybridfahrezuge zurück. Foto: Ole Spata/dpa

Wolfsburg (dpa) - Wegen der Gefahr von Bränden oder möglichen Stromschlägen im Fall einer defekten Batterie-Sicherung muss der Volkswagen-Konzern weltweit rund 118.000 Hybridfahrzeuge zurückrufen.

Etwa 42.300 Autos entfallen dabei auf Modellreihen der Kernmarke wie Golf, Tiguan, Passat oder Arteon, wie das Unternehmen mitteilte. Davon wiederum würden in Deutschland nun knapp 26.000 VW-Exemplare untersucht. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt geht es um die Baujahre 2019 bis 2022, auch der Multivan T7 der leichten Nutzfahrzeuge soll betroffen sein.

Hochvolt-Batterie muss besser isoliert werden

«Bei umfangreichen Überprüfungen hat Volkswagen festgestellt, dass eine Sicherung im Antriebssystem von einigen Plug-in-Hybridfahrzeugen in einzelnen Fällen Mängel aufweisen kann», berichtete ein Sprecher. «Das kann im ungünstigsten Fall dazu führen, dass diese Sicherung in einem Überspannungsfall möglicherweise nicht korrekt funktioniert.» Im Rahmen des Rückrufs sollen Risikomodelle vorsorglich eine Isoliermatte auf den Schaltkasten der Hochvolt-Batterie installiert bekommen. Kunden würden informiert und in die Werkstätten gebeten.

Damit sich wirklich ein Feuer entzünden könne, müssten erst mehrere Faktoren zusammenkommen, betonte VW - darunter ein tatsächlicher Kurzschluss. Man nehme das Problem aber sehr ernst. Bisher sei ein konkreter Zwischenfall aus dem vergangenen Jahr bekannt, bei dem es in einem Golf zu einem Brand gekommen sei. Zur genauen Zahl der betroffenen Modelle bei weiteren Konzernmarken, die auf der gleichen technischen Grundplattform basieren, gab es zunächst keine Angaben.

© dpa-infocom, dpa:220331-99-747023/4


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Gilt als S-Klasser der SUVs mit Stern: Der neue GLS ist nochmal eine Nummer größer und dicker geworden. Foto: Daimler AG Alte Schule auf der Auto Show in New York Was für ein Kontrastprogramm: Während die PS-Branche auf der Messe in Shanghai mit E-Mobilen und Roboter-Autos den Aufbruch in eine neue Zeit feiert, dreht sich bei der Auto Show in New York noch einmal alles um Gelände- und Sportwagen aus einer zu Ende gehenden Ära.
Der Hyundai i30 hat ein großes Vorbild - und das heißt VW Golf. Mit der neuen Generation kommt er seinem Idol ganz nahe. Foto: Hyundai Hyundai i30: Streber auf dem Golfplatz Von wegen billige Massenware. Mit Fleiß und Akribie hat sich Hyundai an die Marken des gehobenen Bürgertums herangearbeitet. Der neue i30 steht dem Klassenprimus VW Golf in fast nichts nach. Doch Lust und Leidenschaft sind bei dem Streber auf der Strecke geblieben.
Ein nachgerüsteter SCR-Katalysator ist am Unterboden eines umgerüsteten Opel Astra zu sehen. Diebe stehlen die Geräte, um die Edelmetalle darin zu verkaufen. Foto: Marijan Murat/dpa Diebstähle von Katalysatoren nehmen deutlich zu Die Rohstoffpreise für seltene Edelmetalle sind hoch. Das rückt ein Autoteil ins Visier von Dieben, das bisher kaum Beachtung fand.
Ingenieur Dennis Scholl testet auf der A2 ein Auto mit dem von Continental entwickelten System «Cruising Chauffeur». Foto: Hauke-Christian Dittrich Continental testet auf der Autobahn autonomes Fahren Noch ist es Zukunftsmusik, die Serienreife weit weg. Aber irgendwann wird es wahr - dann plaudern wir, lesen oder schauen Videos während der Fahrt im Roboterauto.