Betrunkene Radler riskieren Autoführerschein

07.07.2020
Radler müssen sich an Promillegrenzen halten, ansonsten ist der Autoführerschein in Gefahr. Die Obergrenze liegt zwar eher hoch - trotzdem gibt es Gründe, beim Radeln ganz auf Alkohol zu verzichten.
Auch für Radfahrer gibt es eine Promilleobergrenze - sie liegt mit 1,6 aber deutlich höher als die für Autofahrer. Foto: Roland Weihrauch/dpa/dpa-tmn
Auch für Radfahrer gibt es eine Promilleobergrenze - sie liegt mit 1,6 aber deutlich höher als die für Autofahrer. Foto: Roland Weihrauch/dpa/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Auch wer auf dem Fahrrad radelt, muss sich an Promillegrenzen halten. Sie liegt mit 1,6 Promille höher als bei Kraftfahrzeugen, so der Tüv Süd. Dan

Aber wer so betrunken radelt, muss nicht nur mit hohen Geldstrafen und drei Punkten in Flensburg, sondern auch mit einer Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) rechnen. Wer hier durchfällt, riskiert seinen Führerschein. Auch ein lebenslanges Radfahrverbot könne ausgesprochen werden.

Bereits ab 0,3 Promille können Radler straffällig werden, wenn sie eine auffällige Fahrweise zeigen, eine Gefahr für andere sind oder einen Unfall verursachen. Sicher ist eine Teilnahme am Straßenverkehr nur ohne Alkohol, so der Tüv Süd. Spätestens wenn Radler sich nach dem Trinken von Alkohol schwindelig fühlen oder gar unsicher auf den Beinen sind, sollten sie das Rad stehen lassen und auf Taxen oder den Nahverkehr ausweichen.

Ein Promillerechner könne helfen, den Promillewert besser einzuschätzen. Achtung: Nur rund 0,1 Promille Alkohol baut der Körper pro Stunde ab. Daher im Zweifel auch am nächsten Morgen das Rad oder gar das Auto stehen lassen.

© dpa-infocom, dpa:200707-99-703470/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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