Beim Gebrauchtwagenkauf auch Unterboden und Motorraum prüfen

10.04.2018
Wer einen Gebrauchtwagen kauft, sollte keine Risiken eingehen. Um mögliche Schwächen gleich zu erkennen, ist ein Blick unter das Fahrzeug unverzichtbar. Auch Motorraum und Reifen gehören auf den Prüfstand.
Ein Gebrauchtwagen sollte vor dem Kauf gründlich durchgecheckt werden. Auf der Hebebühne lassen sich auch Fahrwerk und Auspuffanlage genauer überprüfen. Foto: David Ebener
Ein Gebrauchtwagen sollte vor dem Kauf gründlich durchgecheckt werden. Auf der Hebebühne lassen sich auch Fahrwerk und Auspuffanlage genauer überprüfen. Foto: David Ebener

Köln (dpa/tmn) - Käufer eines Gebrauchtwagens sollten bei der Besichtigung nicht nur Karosserie, Innenraum und Papiere unter die Lupe nehmen. Auch der Unterboden gibt wichtige Hinweise, berichtet die «Auto Zeitung» (Ausgabe 9/2018).

Hier können Beulen, Schleifspuren und Kratzer auf Aufsetzer hinweisen. Schweißspuren sind eventuell Folge reparierter Unfallschäden. Auf einer Hebebühne lassen sich auch das Fahrwerk und die Auspuffanlage genauer ansehen. Die Abgasanlage sollte unter anderem weder Rost noch Risse aufweisen, intakt befestigt sein und nicht klappern. Dabei auch die Reifen auf Risse und genügend sowie gleichmäßig abgefahrenes Profil prüfen.

Unter der Motorhaube können auch Laien Mängel entdecken. Ölrückstände deuten beispielsweise auf undichte Motor- und Gehäuseteile. Auf durchgescheuerte Kabel und gammelige Batterien achten. Weißlich eingetrocknete Spuren können auf undichte Kühlsysteme hinweisen.

Zur Besichtigung nehmen Interessenten besser einen technisch kompetenten Begleiter mit, raten die Redakteure. Denn zu zweit sei die Wahrscheinlichkeit größer, Fehler zu entdecken. Zudem haben Käufer auch gleich einen Zeugen vor Ort.

Die Besichtigung machen Interessenten am besten bei Tageslicht und lassen sich nicht unter Zeitdruck setzen. Auch Werkstätten und Prüforganisationen bieten Gebrauchtwagenchecks gegen Gebühr an.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ein Mechaniker checkt ein Auto.(Symbolbild). Foto: picture alliance / dpa Warum bei Gebrauchtwagenkauf auf Rückrufaktionen achten? Oh, da ist das Wunschmodell. Wenig Kilometer, kaum Gebrauchsspuren und die Papiere sind auch alle in Ordnung. Wirklich? Warum Sie auch auf durchgeführte Rückrufaktionen achten sollten.
Handel mit Verstand: Beim Gebrauchtwagenkauf sollten bei offensichtlich viel zu billigen Angeboten die Alarmglocken läuten. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Vorsicht vor Betrug mit Gebrauchtwagen-«Schnäppchen» Das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt im Internet ist groß. Da sind auch Schnäppchen drin. Doch bei allzu billige Angebote sollten stutzig machen, wie aktuelle Fälle zeigen.
Schönes Schnäppchen: Das wünschen sich viele, wenn es um einen neuen Gebrauchten geht. Doch ein paar Dinge behält man besser im Auge, damit der Kauf keine Enttäuschung wird. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Tipps für den Gebrauchtwagenkauf Gut, günstig und mit möglichst wenig Kilometern aber möglichst vielen Extras: Die Wunschliste beim Gebrauchtwagenkauf ist lang. Wer Experten-Tipps beachtet, kann tatsächlich ein Schnäppchen machen.
Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte das Fahrzeug mit kaltem Motor Probe fahren. Auf diese Weise kommen auch versteckte Mängel zu Tage. Foto: Tobias Hase/dpa Gebrauchtwagen nur mit kaltem Motor Probe fahren Einen Gebrauchtwagen zu kaufen, birgt immer ein gewisses Risiko. Schließlich sind viele Schwachstellen nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen. Doch eine Probefahrt bei kaltem Motor kann schon aufschlussreich sein.