Bei Totalschaden Tankinhalt im Gutachten berücksichtigen

12.02.2016
Nicht zu unterschätzen: Der Tankinhalt kann bei einem Unfall mit Totalschaden einen höheren Geldbetrag ausmachen. Allerdings gibt es hierzu auch eine zweite Rechtsauffassung.
Vollgetankt: Bei einem Unfall mit Totalschaden sollte der Geschädigte den Kraftstoff im Gutachten erfassen lassen. Foto: Arno Burgi
Vollgetankt: Bei einem Unfall mit Totalschaden sollte der Geschädigte den Kraftstoff im Gutachten erfassen lassen. Foto: Arno Burgi

Stuttgart (dpa/tmn) - Wer mit einem vollgetankten Auto in einen Unfall verwickelt ist, sollte den Kraftstoff im Gutachten als Schadensposition erfassen lassen. Darauf weist der ACE Auto Club Europa hin.

Das gilt zumindest dann, wenn es sich bei dem beschädigten Fahrzeug um einen Totalschaden handelt. Bei einem Tankvolumen von 100 Litern kann dies laut ACE einen Betrag von 130 bis 140 Euro ausmachen.

So hat beispielsweise das Amtsgericht Solingen (Az.: 12 C 638/12) entschieden, dass das nach einem Totalschaden im Tank des zerstörten Fahrzeugs verbleibende Benzin einen ersatzfähigen Schaden darstelle.

Allerdings ist die Frage juristisch nicht eindeutig geklärt. Denn eine andere Rechtsauffassung ist, dass der verbliebene Kraftstoff als Bestandteil des Fahrzeugs und im Gutachten bereits erfasst ist. Geschädigte sollte im Zweifel einen Blick in das Gutachten werfen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Neuwagen in Europa verbrauchen einer Studie zufolge immer noch mehr Sprit als die Hersteller angegeben. Foto: Christophe Gateau/dpa Auto verbraucht mehr als angegeben - Was können Kunden tun? Wenn der Wagen mehr Sprit schluckt als vom Hersteller angegeben, ist das für Kunden ärgerlich. Das ist keine Seltenheit, wie eine Studie zeigt. Was können Verbraucher tun?
Kfz-Haftpflichtversicherer können Verträge nicht ohne triftigen Grund kündigen. Auf diese Weise darf etwa kein Tarifwechsel erzwungen werden. Jens Schierenbeck/dpa/tmn Foto: Jens_Schierenbeck Auto-Haftpflichtversicherer kann nicht einfach kündigen Wer schon vor vielen Jahren eine Auto-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, zahlt manchmal einen besonders günstigen Tarif. So mancher Anbieter reagiert darauf mit einer Kündigung. Zulässig ist das nicht.
Die neuen Kfz-Tarife werden im Oktober veröffentlicht. Dann können Autobesitzer die Policen vergleichen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Neue Tarife: Kfz-Policen schon im Oktober vergleichen Diesmal wird es anders: Viele Autobesitzer nehmen sich zu Jahresende vor, ihre Kfz-Versicherung zu überprüfen. Doch die wenigsten wechseln wirklich. Damit das Vorhaben in diesem Jahr nicht scheitert, sollte man rechtzeitig mit dem Check beginnen.
Fehler gefunden? Wer Mängel am Neuwagen entdeckt, kann diese beim Händler reklamieren. Foto: Inga Kjer So werden Mängel am Neuwagen richtig reklamiert Der eine erwischt das berüchtigte Montagsauto mit etlichen Fehlern. Beim anderen hat der Neuwagen einzelne Mängel oder kleine Unzulänglichkeiten. Beides ist ärgerlich. Wie sollten Kunden dann vorgehen?