Bei Nebel mit Abstand, Licht und Scheibenwischern fahren

25.11.2020
Im Herbst und Winter behindert oft Nebel die Sicht der Autofahrer. Sie sollten sich dann nicht an den Rückleuchten der Vorausfahrenden orientieren, aber die Scheibenwischer anschalten. Warum?
Schleierhafter Lichtertanz: Autofahrer müssen im Nebel hochkonzentriert bleiben, das Tempo reduzieren und viel mehr Abstand als sonst halten. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn
Schleierhafter Lichtertanz: Autofahrer müssen im Nebel hochkonzentriert bleiben, das Tempo reduzieren und viel mehr Abstand als sonst halten. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Bei Fahrten im Nebel sind reduziertes Tempo und noch mehr Abstand gefragt. Die Schwaden rund ums eigene Auto stören den Eindruck der eigenen Geschwindigkeit, erläutert der Tüv Süd. Oft werde sie noch für angemessen erachtet, obwohl sie es objektiv nicht mehr ist.

Viele Autofahrer orientieren sich zudem an den Rückleuchten der Vorausfahrenden. Das kann den Abstand aber gefährlich verringern, anstelle ihn wie erforderlich zu vergrößern. Autofahrer müssen immer innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten können. Im Umkehrschluss fühlen sich Vorausfahrende oft von den Scheinwerfern im Rückspiel bedrängt. Durch diesen «Sog- und Druckeffekt» können sich Autokolonnen bilden, die viel zu schnell unterwegs sind.

Daher gilt bei Nebel: Fahrlicht und eventuell vorhandene Nebelscheinwerfer anstellen. Die Nebelschlussleuchte darf aber erst bei Nebel unter 50 Meter Sichtweite brennen.

Für bessere Sicht sorgen übrigens auch eingeschaltete Scheibenwischer. Sie entfernen die sich auf der Scheibe niederschlagenden Wassertröpfchen. Die Wischer sollten mindestens im Intervallmodus laufen.

© dpa-infocom, dpa:201125-99-458765/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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