Auch im Notfall haben Autofahrer keine Sonderrechte

27.04.2016
Mancher Autofahrer denkt, er könne im Notfall die Verkehrsregeln außer Acht lassen. Doch Experten winken ab: Die Regeln gelten wirklich immer.
Nicht alles ist hinterm Steuer erlaubt. Foto: Wolfgang Kumm
Nicht alles ist hinterm Steuer erlaubt. Foto: Wolfgang Kumm

München (dpa/tmn) - Auch im Notfall haben Autofahrer keine Sonderrechte. Wer beispielsweise seine schwangere Frau ins Krankenhaus fährt und dabei zu stark aufs Gaspedal drückt, wird grundsätzlich nicht von einem Bußgeld befreit, erklärt ADAC-Rechtsexperte Jost Henning Kärger.

Nur in besonderen Einzelfällen könnte ein Gericht eine Notstandssituation anerkennen. «Man sollte immer den Notruf verständigen, um vor Ort schnelle Hilfe von Polizei oder Feuerwehr zu bekommen», sagt Kärger.

Im Einzelfall, zum Beispiel in abgelegenen Gebieten, könne es sinnvoll sein, sich mit der Rettungsleitstelle abzusprechen, ob der Transport im eigenen Auto oder das Entgegenfahren zu den Rettungskräften infrage kommt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Freie Fahrt: Sind keine speziellen Radampeln vorhanden, gelten für Radler ab 2017 nicht die Fußgänger-, sondern die Fahrverkehrsampeln. Foto: Bodo Marks Was sich 2017 im Straßenverkehr ändert 2017 bringt auch für den Straßenverkehr einige Neuerungen mit sich. Vor allem radelnde Eltern dürften sich freuen: Sie dürfen ihren Nachwuchs künftig auch auf dem Fußweg begleiten.
Nicht vergessen: In vielen Ländern wird für die Benutzung von Autobahnen eine Maut fällig. Foto: Andrea Warnecke Was Autofahrer bei Reisen ins Ausland beachten sollten Wer einmal im Ausland geblitzt worden ist, weiß, dass der deutsche Bußgeldkatalog noch vergleichsweise mild ist. Doch nicht nur mit dem Tempo sollten Autofahrer im Ausland aufpassen. Es gibt noch mehr zu beachten.
Achtung, Polizeikontrolle: Wer wiederholt viel zu schnell unterwegs ist und erwischt wird, dem kann eine MPU drohen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa Was Autofahrer zu MPU wissen müssen Bei der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung geht es für Autofahrer um ihre Fahrerlaubnis. Doch wann droht sie? Und wie ist dann der praktische Ablauf? Wissenswertes rund um die MPU.
Für Ordnungswidrigkeiten, die die Verkehrssicherheit gefährden und eine Geldbuße über 60 Euro nach sich ziehen, gibt es Punkte in Flensburg. Foto: Carsten Rehder/dpa Furcht vor Flensburg: Wissenswertes zu den Punkten «Dafür gibt es Punkte.» Vor diesem Satz zittern Autofahrer seit Jahrzehnten. Doch bis auf notorische Verkehrssünder dürften viele Autofahrer kaum die Details des Punktesystems kennen.