Alte Socke mit Öl: So wird die Fahrradkette richtig sauber

22.03.2021
Zum Frühjahrsputz beim Fahrrad gehört ein kritischer Blick auf die Kette. Ein paar Hilfsmittel und ein wenig Öl können dabei helfen - und eine saubere Kette dankt es mit längerer Lebensdauer.
Vergnügt ohne ein Quietschen: Wer seine Fahrradkette regelmäßig putzt und ölt, erfreut sich an einem leichten, geräuschlosen Lauf und reduziert zugleich den Verschleiß. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Vergnügt ohne ein Quietschen: Wer seine Fahrradkette regelmäßig putzt und ölt, erfreut sich an einem leichten, geräuschlosen Lauf und reduziert zugleich den Verschleiß. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Göttingen (dpa/tmn) - Rostig, vor Dreck triefend und quietschend müssen sich viele ungepflegte Fahrradketten drehen - speziell jetzt nach dem Winter. Doch das Radeln wird dadurch anstrengender und langsamer, und auch der Verschleiß von Kette, Kettenblatt und Ritzeln erhöht sich, wie der Pressedienst Fahrrad (pd-f) erläutert.

Besonders vor und nach dem Winter rät der pd-f deshalb zu einer kompletten Kettenreinigung. Zunächst befreit man die Kette dabei von grobem Schmutz, etwa mit einer passenden Bürste. Am leichtesten ist dann der Einsatz eines speziellen Kettenreinigungsgeräts mit Flüssigkeit, das ab circa 20 Euro kostet. Wer dabei einen Entfetter nutzt, muss die Kette anschließend neu schmieren.

Bei nicht so starken Verschmutzungen kann man auch zum Beispiel mit einer alten Socke die Kette durch die Hand laufen lassen und mit etwas Handdruck Staub und Dreck entfernen.

Danach träufelt oder sprayt man etwas Kettenöl in einem dünnen Film auf die Innenlaschen der Kette - aber nicht zu viel. Denn trieft die Kette vor Öl, zieht sie Dreck nicht nur schneller an, sondern kann auch für schmutzige Hosenbeine sorgen. Die Kurbel sollte man dann etwa 10 bis 15 Mal durchdrehen, um das Öl zu verteilen. Mit etwas Druck lässt sich überschüssiges Öl mit Lappen oder Socke aufnehmen.

Regelmäßig und bei Bedarf schmieren

Gut ist es, die Kette regelmäßig zu schmieren - abhängig von Nutzung und Wetterverhältnissen. Wer im Herbst und Winter fährt, kann sie alle paar Tage wieder behandeln müssen, ansonsten reicht es etwa einmal im Monat. Handlungsbedarf besteht, wenn leichte Geräusche zu hören sind oder sich etwas nicht so flüssig wie gewohnt drehen lässt.

Mittlerweile gibt es beim Öl viele optimierte Produkte für spezielle Bereiche. Im Normalfall reicht laut pd-f jedoch normales Kettenöl. Nähmaschinenöl hingegen eigne sich nicht, da es viel zu dünnflüssig sei. Das gilt auch für Kriechöle aus der Sprühflasche. Diese sollte man nur im Notfall nutzen und bald darauf ein richtiges Öl nachlegen.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-926577/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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