Akku für Pedelec mit Hülle warm halten

14.11.2018
Das kalte Herbst- und Winterwetter setzt nicht nur den Radlern selbst zu, auch die Akkus von Pedelecs leiden unter dem kalten Wetter. Sie sind bei weitem nicht so leistungsfähig wie im Sommer. Was können Radler dagegen tun?
Warm angezogen: Das sollte im Winter nicht nur für die Pedelec-Fahrer selbst, sondern auch für den Akku gelten. Foto: Gregor Bresser/www.pd-f.de
Warm angezogen: Das sollte im Winter nicht nur für die Pedelec-Fahrer selbst, sondern auch für den Akku gelten. Foto: Gregor Bresser/www.pd-f.de

Göttingen (dpa/tmn) - Den Akku ihres Pedelecs halten Radler im Winter am besten so warm wie möglich. Unterwegs empfiehlt sich dazu eine wärmende Schutzhülle, die ihn vor dem Wetter schützt. Sie kommt beispielsweise mit Klettverschluss oder Reißverschluss um den Akku.

Solche Hüllen gibt es für Wechselakkus und fest verbaute Modelle. «Diese Hüllen aus Neopren kosten etwa ab 30 Euro», sagt Thomas Geisler vom Pressedienst Fahrrad (pd-f).

Der Wärmeschutz unterstützt die Leistungsfähigkeit des Akkus, die im Winter besonders leidet und die Reichweite einschränken kann. Laut pd-f könne sich der Energieverbrauch sogar verdoppeln. Akkus sind am effizientesten zwischen etwa 10 bis 25 Grad. Und Zimmertemperatur ist die beste Temperaturspanne fürs Lagern und Aufladen.

«Am besten also den Akku immer herausnehmen und in der Wohnung oder zumindest in einer gut isolierten Garage laden», rät Geisler. Frisch von draußen aus der Kälte kommend, ist dem Akku ausreichend Zeit zu gönnen, um sich aufzuwärmen, bevor er an die Steckdose kann. Das könne ein paar Stunden dauern. Fest verbaute Akkus sollte auf jeden Fall immer eine Wärmehülle schützen. Und am besten steht und lädt das Rad dann auch innen oder zumindest windgeschützt in einem Unterstand, so Geisler.

Ganz leer sollte der Akku auch nicht gefahren werden. Besser für die Akkupflege: eine restliche Leistung von etwa zehn Prozent. Um den Akku im Winter auf schnell Temperatur zu bringen und diese zu halten, hilft es, einen höheren Unterstützungsmodi zu wählen. Die Wahl der Unterstützung müsse allerdings abhängig vom Untergrund und fahrtechnischen Können sein, so Geisler. «Im Turbomodus auf einer Eisplatte zu starten, kann schnell zu Stürzen führen.»

Wer länger fahren will und nicht auf das Laden warten will, kann über einen Zweitakku nachdenken. Allerdings ist der Energiespender laut Geisler das wohl teuerste Einzelteil am Pedelec. Denn ein qualitativer Ersatz schlägt meist mit ab etwa 500 bis 600 Euro aufwärts zu Buche. «Das sind dann hochwertige Akkus namhafter Hersteller wie beispielsweise Bosch, BMZ, Panasonic oder Shimano», sagt Geisler und rät Radlern, nur Marken zu verwenden, die auch mit dem Motor harmonieren.

Ein Blick in die Gebrauchsanleitung oder ein Fachhändler helfen im Zweifel weiter. Von Billigangeboten von No-Name-Anbietern rät Geisler ab. Im Normalfall hält ein Akku rund fünf Jahre lang, schätzt der Rad-Experte.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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