ADAC will die Beiträge erhöhen

14.11.2019
Pannenhilfe, Dienstleistungen, Digitalisierung, Versicherungsteuer: Das kostet den ADAC viel Geld. Doch woher nehmen? Jetzt sollen die Mitglieder helfen.
Die Mitgliederversammlung des ADAC hat eine Anhebung des Mitgliederbeitrages beschlossen. Foto: Peter Kneffel/dpa
Die Mitgliederversammlung des ADAC hat eine Anhebung des Mitgliederbeitrages beschlossen. Foto: Peter Kneffel/dpa

München (dpa) - Der ADAC erhöht die Beiträge für die 21 Millionen Mitglieder. Das hat die außerordentliche Hauptversammlung des Vereins am Donnerstag in München mit 96 Prozent der Stimmen beschlossen.

Der Jahresbeitrag im Basistarif wird demnach im April von 49 auf 54 Euro steigen. Die bisher von 72 Prozent der Mitglieder gewählte Plus-Mitgliedschaft wird 10 Euro teurer und kostet künftig 94 Euro. Neu eingeführt wird eine Premium-Mitgliedschaft mit weltweiter Pannenhilfe, Rückholdienst und Abschleppen in die Wunschwerkstatt für 139 Euro Jahresbeitrag.

Die Beitragserhöhung wäre die erste seit 2014. Sie soll dem Verein mindestens zehn Prozent mehr Geld in die Kasse bringen. Denn die Einnahmen reichen nicht mehr, um Pannenhilfe, Dienstleistungen, Digitalisierung und die inzwischen auch für die Pannenhilfe fällige Versicherungsteuer zu bezahlen: Operativ schreibt der Verein rote Zahlen.

Einsparungen bei Mitgliedermagazin

Dabei helfen sollen auch Einsparungen bei der Mitgliederzeitschrift «Motorwelt». Statt zehn Mal soll sie nur noch vier Mal jährlich erscheinen. Die Mitglieder bekommen sie auch nicht mehr ins Haus geschickt, sondern können sie in Edeka- und Netto-Supermärkten abholen. Das spart gut 50 Millionen Euro Portokosten.

Ob die Rechnung mit der Beitragserhöhung ganz aufgeht, ist offen. Das Vergleichsportal Verivox hatte ADAC-Mitglieder unter seinen Nutzern dazu befragt, 3385 antworteten - Ergebnis: 65 Prozent ärgerten sich über die Erhöhung, 45 Prozent würden ihre Mitgliedschaft kündigen, 14 Prozent hielten die Erhöhung für gerechtfertigt.

ADAC Satzung


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Kfz-Versicherer liefern sich in diesem Jahr einen Preiskampf. Neuverträge werden daher günstiger. Foto: Jens Schierenbeck/dpa Kfz-Versicherungen werden billiger Alljährlich im Herbst wechseln Millionen Autofahrer auf der Jagd nach günstigen Tarifen ihre Kfz-Versicherung. Und das hat sich offensichtlich gelohnt: Die Policen sind günstiger geworden.
Wie viel die Autoversicherung kostet, hängt vom Wohnsitz des Halters ab. Der ist maßgeblich für die Regionalklasse, in die man eingestuft wird. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Kfz-Versicherung wird für viele Autofahrer günstiger Wo es häufiger kracht, ist die Versicherung für das Auto meist teurer. Von den neuen Regionalklassen profitieren Autofahrer im Norden und Osten. Ein Bundesland schneidet besonders schlecht ab.
Das freut den Autofahrer: Oft bringen ein Versicherungswechsel oder eine neue Einstufung beim bisherigen Anbieter günstigere Konditionen. Foto: Christin Klose Sparen bei der Kfz-Versicherung Einmal im Jahr sollten Autofahrer ihre Kfz-Versicherung überprüfen. Denn oft lassen sich die Versicherungen optimieren und somit Kosten sparen - auf was sollten Autofahrer dann achten?
Wer umsichtig fährt, spart. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Bei Telematiktarifen können junge Fahrer sparen Bei der Autoversicherung spart jeder gerne. «Finanztest» hat eine Möglichkeit für junge Fahrer gefunden. Die Lösung heißt: Telematiktarife.