Abgestelltes Auto erhöht die Waldbrandgefahr

28.06.2019
Waldbrände können durch weggeworfene Zigarettenstummel oder unbeaufsichtigte Grillfeuer entstehen - das liegt auf der Hand. Aber schon ein abgestelltes Auto kann zur Brandgefahr werden. Oder die Scherbe einer zerbrochenen Trinkflasche.
Liegen gelassener Müll und abgestellte Autos erhöhen in der Sommerhitze die Waldbrandgefahr. Foto: Uli Deck
Liegen gelassener Müll und abgestellte Autos erhöhen in der Sommerhitze die Waldbrandgefahr. Foto: Uli Deck

Berlin (dpa/tmn) - Wie sich ein Waldbrand vermeiden lässt, liegt eigentlich auf der Hand: Es darf kein Feuer im und um den Wald herum geben, dessen Flammen überspringen können. Aber auch so manches unbedachte Verhalten kann einen Brand entfachen:

- Heiß gefahrenes Auto: Autofahrer sollten Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen nie an Feldern und Wiesen oder auf Waldwegen abstellen. Trockenes Gras entzündet sich daran. Das betrifft alle Autos mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren - sehr viele Benziner zum Beispiel, warnt der Deutsche Feuerwehrverband (DFV). Für Brandgefahr können aber auch heiß werdende Teile an Autos mit Abgasnorm Euro 6 sorgen, wenn diese in den Regenerationsmodus geschaltet werden.

- Glasflaschen: Auf keinen Fall sollte man Müll auf Wiesen oder im Wald zurücklassen. Denn unter intensiver Sonneneinstrahlung können Flaschen und Glasscherben wie eine Brennlupe wirken und ausgetrocknete Gräser, Reisig und Hölzer entzünden. Darauf weist der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen hin.

Tipps des Landesbetriebs Wald und Holz NRW

Wald-Knigge der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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