Vermeintliche Urheberrechtsabmahnungen können Virus sein

24.09.2018
Cyber-Kriminelle haben eine neue Masche: Sie verschicken E-Mails mit einer Urheberrechtsabmahnung im Anhang. Dass sie nicht seriös sein kann, erkennt man allein an einem Merkmal.
Cyber-Kriminelle verschicken derzeit Urheberrechtsabmahnungen per E-Mail. Wer den Anhang öffnet, kann sich einen Virus einfangen. Foto: Monika Skolimowska
Cyber-Kriminelle verschicken derzeit Urheberrechtsabmahnungen per E-Mail. Wer den Anhang öffnet, kann sich einen Virus einfangen. Foto: Monika Skolimowska

Düsseldorf (dpa/tmn) - Landet eine Abmahnung wegen vermeintlicher Urheberrechtsverstöße im Mail-Postfach, muss das nicht unbedingt juristischen Ärger bedeuten. Stattdessen kann im Anhang statt eines Schreibens vom Anwalt auch schädliche Software stecken.

Davor warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (vznrw). Aktuell kursieren nämlich E-Mails mit erfundenen Vorwürfen, die als Absender die Namen echter Anwaltskanzleien tragen. Teilweise werden die Empfänger auch mit richtigem Namen angesprochen.

Die vznrw erklärt dazu, dass seriöse Abmahnungen nie per E-Mail kommen, sondern immer als Brief. Empfänger sollten solche Mails ungelesen löschen und keinesfalls die angehängten Dateien anklicken.

Mitteilung der VZ-NRW


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Muss der Inhaber eines Internetanschlusses auch dann für illegales Filesharing haften, wenn Familienangehörige Zugriff auf den Anschluss hatten? Foto: Karl-Josef Hildenbrand Zugang der Familie befreit nicht von Haftung für Filesharing Von Internet-Anschluss eines Mannes wurde illegal ein Hörbuch zum Download angeboten. Er verwies darauf, dass auch seine Eltern Zugang zum Anschluss hatten. Nach deutscher Rechtsprechung könnte dies reichen, um nicht haftbar zu sein, der EuGH sieht das anders.
Das Fotografieren von Kunstwerken ist in manchen Museen nicht gestattet. Foto: Monika Skolimowska Fotos von neuerer Kunst nur als private Erinnerung aufnehmen Manche Museen dulden es zwar, dass Besucher die ausgestellten Kunstwerke fotografieren. In vielen Fällen kann man sich die Bilder dann aber nur im privaten Kreis anschauen, um keinen rechtlichen Ärger zu riskieren.
Wer sich im Internet unbehelligt bewegt, hat mit Konsequenzen zu rechnen. Zum Beispiel bei Verletzungen des Urheberrechts. Foto:Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Bei Abmahnungen schnell reagieren und Fristen beachten Das Internet ist voller Möglichkeiten und Medien. Doch nicht alle Angebote sind frei zugänglich. Wer Urheberrechte verletzt, muss mit Konsequenzen rechnen. Doch Vorsicht: Nicht alle Abmahnungen stellen berechtigte Forderungen.
In dem sozialen Netzwerk Facebook können Rechteinhaber von Videos nun aufspüren, ob ihre Aufnahmen verfältigt wurden. Der illegale Kopierer kann nun dafür rechtlich belangt werden. Foto: Patrick Pleul Kopierte Videos: Schnelle Abmahnungen drohen Facebook stärkt das Urheberrecht: Wer fremde Videos einfach kopiert und auf einer anderen Seite wieder hochlädt, kann nun belangt werden. Das Netzwerk hat ein Werkzeug geschaffen, mit dem Rechteinhaber herausfinden können, ob ihr Video illegal kopiert wurde.