Jeder Zehnte würde TV-Anschluss für Streamingdienst kündigen

23.03.2016
Streaming? Ja bitte, sagen immer mehr Fernsehzuschauer. Deswegen wollen sie aber nicht zwangsläufig auf das klassische Fernsehen verzichten, wie eine aktuelle Studie zeigt. Nur rund jeder Zehnte plant, seinen Kabel- oder Satellitenzugang abzuschaffen.
Streamingdienste wie Netflix werden immer beliebter - auf das klassische Fernsehen möchte deshalb aber nicht jeder gleich verzichten. Foto: Sebastian Kahnert
Streamingdienste wie Netflix werden immer beliebter - auf das klassische Fernsehen möchte deshalb aber nicht jeder gleich verzichten. Foto: Sebastian Kahnert

(dpa/tmn) - Klassisches TV und Video-on-Demand-Dienste über das Internet schließen sich nicht gegenseitig aus. Nur etwa jeder zehnte Teilnehmer einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen würde seinen Zugang zu Kabel- oder Satelliten-TV zugunsten des Streamings abschaffen.

Damit sind die Deutschen dem klassischen Fernsehen verhältnismäßig treu. Im europäischen Durchschnitt plant fast jeder Fünfte (17 Prozent) die Kündigung seines TV-Anschlusses.

Insgesamt nutzt bereits mehr als jeder Dritte (36 Prozent) Video-on-Demand-Dienste wie Netflix, Watchever oder Maxdome. Beliebtestes Abspielgerät ist dabei der Computer. Rund 68 Prozent der Deutschen nutzen ihren Rechner, um Filme und Serien zu streamen.

Aber auch das Smart-TV ist beliebt. Rund jeder Zweite (46 Prozent) nutzt den vernetzten Fernseher. Die Deutschen sind damit vergleichsweise gut versorgt mit smarten TV-Geräten. Im europäischen Durchschnitt werden die vernetzten Fernseher erst von 37 Prozent der Befragten für Streaming eingesetzt. Auf Platz 3 der Abspielgeräte für Video-on-Demand landet der Tabletcomputer mit 41 Prozent.

Drei Viertel (73 Prozent) der deutschen Befragten geben an, Streaming- und On-Demand-Dienste aus Gründen der zeitlichen Flexibilität zu nutzen. Sechs von zehn (60 Prozent) wollen nicht eine Woche auf die nächste Folge einer Serie warten, sondern schauen gleich mehrere Folgen. Vom 10. August bis 4. September 2015 wurden rund 30 000 Personen weltweit befragt.


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