Wohnung unerlaubt vermietet: Kündigung ist rechtens

20.04.2022
In vielen Städten scheint es lukrativ, Feriengäste in freien Wohnungszimmern zu beherbergen. Doch auch vor einer tageweisen Untervermietung sollte der eigene Mietvertrag gelesen werden.
Wer seinen Schlüssel an Untermieter weitergeben möchte, sollte seine Vermieter um Erlaubnis fragen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer seinen Schlüssel an Untermieter weitergeben möchte, sollte seine Vermieter um Erlaubnis fragen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Einfach die gemietete Wohnung in Teilen untervermieten, ist eine schlechte Idee. Wer in seiner Wohnung Reisende unterbringen möchte, muss zuvor die Erlaubnis der Vermieterin oder des Vermieters einholen.

Andernfalls droht die fristlose Kündigung. Dies geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts München hervor ( Az. 417 C 7060/21),auf die der Deutsche Mieterbund hinweist.

Verhandelt wurde der Fall eines Mieters, der einzelne Räume seiner Wohnung auf verschiedenen Reisebuchungsseiten im Internet angeboten hatte. Die im Mietvertrag ausdrücklich vorgeschriebene Erlaubnis seiner Vermieterin holte er nicht ein. Stattdessen vermietete er auch nach einer Abmahnung Teile seiner Wohnung an Touristen unter. Die darauf folgende fristlose Kündigung der Vermieterin sei daher rechtmäßig, so das Amtsgericht München.

© dpa-infocom, dpa:220420-99-975600/2

Mieterbund.de

Urteil des Amtsgerichts München


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Kündigung möglich: Wenn Mieter gegenüber Dritten über ihren Vermieter unwahre Behauptungen über den Vermieter verbreiten, ist das ein Vertrauensbruch. Foto: Kai Remmers Unwahre Behauptungen über Vermieter rechtfertigen Kündigung Nicht immer sind Mieter und Vermieter einer Meinung. In Streitfällen sollten allerdings gewisse Regeln eingehalten werden. Denn wer über seinen Vermieter zum Beispiel falsche Anschuldigungen verbreitet, lebt riskant.
Ein gemeinsam geschlossener Mietvertrag, kann auch nur gemeinsam gekündigt werden. Stimmt ein Partner der Kündigung nicht zu, verliert er seinen Anspruch auf Rückzahlung der Kaution. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa Ex-Partner kann Zustimmung zur Wohnungskündigung verlangen Eine Trennung ist unter Umständen nicht nur emotional schwierig. Sie kann auch den Verlust des Mietvertrages für die gemeinsame Wohnung nach sich ziehen. Das zeigt ein Urteil aus Berlin.
Private Vermieter müssen ihre Einnahmen und Ausgaben aus Vermietung und Verpachtung in das Formular Anlage V der Steuererklärung eintragen. Foto: Christin Klose Was Privatvermieter zur Anlage V wissen sollten Viele Eigentümer verdienen mit der eigenen Immobilie Geld, indem sie vermieten. Das Finanzamt kassiert fast immer mit. Vermieter können viele Ausgaben für die Immobilie aber von der Steuer absetzen. Außerdem gibt es steuerliche Freigrenzen.
Wer seine Wohnung zeitweise nicht nutzen kann, darf sie auch weiter vermieten. Allerdings braucht man dafür die Zustimmung des Vermieters. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn Mitbewohner in der Wohnung: Wann der Vermieter Ja sagen muss Wer jemanden in seiner Mietwohnung ohne Erlaubnis des Vermieters wohnen lässt, riskiert die Kündigung. Doch es gibt auch Ausnahmen von dieser Regel.