Wie die Profis, bitte! Neue Küchengeräte von der IMM

16.01.2017
Es gibt einen ganz großen Küchentrend: Das Steak soll so perfekt wie im Restaurant werden, der Braten bitte so saftig wie vom Sternekoch aus dem Ofen kommen. Die Hersteller von Küchengeräten erweitern daher stetig ihr Sortiment um Funktionen und Profi-Geräte fürs Private.
Neff präsentiert auf der Möbelmesse IMM Cologne eine Vakuumierschublade für die Privatküche. Foto: Neff
Neff präsentiert auf der Möbelmesse IMM Cologne eine Vakuumierschublade für die Privatküche. Foto: Neff

Köln (dpa/tmn) - Nur Herd, Backofen, Kühlschrank und Mikrowelle reicht so manchem begeisterten Koch nicht mehr. Er will Geräte, mit denen auch Profis perfekt kochen würden.

Die Hersteller von Küchengeräten erweitern schon seit einigen Jahren die Produkte für den breiten Markt ständig um Neues - und es geht noch weiter, wie sich aktuell auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne (Publikumstage: 20. bis 22. Januar) in Köln zeigt.

Mieles neue Serie SmartLine umfasst nicht nur Klassiker-Geräte der Küchen hierzulande. Möglich ist auch ein Teppan Yaki, ein sehr heißer Edelstahlgrill aus der japanischen Kochtradition für Kurzgebratenes, sowie ein extra Barbecue-Grill und eine Induktionsmulde speziell für einen Wok.

Siemens Hausgeräte erweitert seine Backöfen der Serie StudioLine um die Funktion Sous-Vide mit einer Vakuumierschublade als Einbaulösung. Auch Neff, eine Marke aus gleichem Haus, ergänzt seinen FullSteam-Backofen um ein Sous-vide-Programm zum langsamen Dampfgaren bei niedrigen Temperaturen und bringt eine Vakuumierschublade für Privatküchen auf den Markt.

Letztere ist aber nicht nur fürs Einschweißen des Fleisches zum langsamem Sous-vide-Garen im Wasserbad brauchbar, erläuterte Neff-Geschäftsführer Stefan Kinkel auf der IMM. Sondern damit lassen sich auch Essensreste länger frisch halten oder Einmachgläser vakuumieren. «Es geht doch jedem von uns so: Man macht ein Pestoglas auf und braucht es dann drei Wochen lang nicht mehr», nennt Kinkel ein Anwendungsbeispiel. Ein für das Vakuumieren geeignetes Glas lässt sich aber wieder verschließen.

«Natürlich ist etwa ein Teppan Yaki noch etwas für Genießer, aber dieser Markt wächst», erklärt Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK),die stetige Sortimentserweiterung durch die Hersteller. Solche recht speziellen Geräte seien «noch ein Thema für leidenschaftliche Köche». Aber Geräte zum Sous-Vide-Garen zum Beispiel seien bereits weiter verbreitet - ebenfalls mit steigender Tendenz. «Denn man will inzwischen sein Fleisch zu Hause genauso gut zubereiten, wie man es aus dem Restaurant kennt», vermutet Mangels.

Vorbei scheinen auch die Zeiten des optischen Mischmaschs in der Küche: Die Gerätedesigner machen sich verstärkt Gedanken um eine einheitliche und verbindende Linie der Produkte in einer Küche. So stellt Siemens Hausgeräte gut zwei Jahre nach der Serie iQ700 die neue StudioLine vor.

Auch hier haben alle Geräte die gleichen optischen Elemente: Eine Edelstahlleiste liegt auf gleicher Höhe und gibt nebeneinander eingebauten Geräte eine verbindende Linie. Im Vergleich zur früheren Linie verringert sich dabei der Anteil von Edelstahl - um die Küchengeräte weniger wie sterile Küchengeräte wirken zu lassen.

Auch Mieles neue SmartLine hat eine einheitliche - puristische - Anmutung, so dass die Grenze zwischen Küche und Wohnbereich aufgehoben wird, erläutert das Unternehmen. Da die große Zahl an Neubauten schon offene Grundrisse und keine trennenden Wände zwischen Küche und Ess- beziehungsweise Wohnzimmer mehr hat, werden auch immer mehr Möbel und Geräte gewünscht, die optisch einst eher ins Wohnzimmer statt in die Küche passten.

Service:

Für die Öffentlichkeit ist die IMM Cologne vom 20. bis 22. Januar, jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr beziehungsweise am Sonntag von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Vom 16. bis 19. Januar haben nur Fachbesucher Zutritt.

Im Rahmen der IMM findet in diesem Jahr auch die Trendschau Living Kitchen für Küchen, Elektrogeräte und Kochzubehör statt.

IMM Cologne

Living Kitchen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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