Welche Regeln Vermieter in der Hausordnung festlegen dürfen

09.11.2015
Ob Grillen auf dem Balkon oder Fußmatte vor der Tür: Vermieter können dies in der Hausordnung untersagen. Doch es gibt auch Grenzen - zum Beispiel, wenn Mieter einen Kinderwagen oder Rollstuhl im Hausflur abstellen müssen.
Ruhezeiten und Grillverbote regelt oft die Hausordnung. Diese muss den Mietern aber auch bekannt gemacht werden. Foto: Jens Schierenbeck
Ruhezeiten und Grillverbote regelt oft die Hausordnung. Diese muss den Mietern aber auch bekannt gemacht werden. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin (dpa/tmn) - Die Hausordnung legt Regeln für das Zusammenleben im Haus fest. Alle Bewohner müssen sich an die Bestimmungen halten. Wichtig ist nur, dass die Vereinbarungen allen Mietern bekannt gemacht werden - beispielsweise indem sie im Hausflur aushängen.

In einer Hausordnung kann beispielsweise geregelt werden, wann und wie gemeinschaftliche Wasch- und Trockenräume genutzt werden können, welche Gegenstände im Hof und im Keller abgestellt werden dürfen und welche Ruhezeiten gelten.

Auch Verbote können Teil der Hausordnung sein: Das Grillen auf dem Balkon, das Auslegen von Fußmatten vor der Wohnungstür sowie das Aufstellen von Schuhregalen im Hausflur können Vermieter untersagen.

Denkbar ist auch eine Vereinbarung, in welchen Zeitabständen Mieter das Treppenhaus reinigen müssen. Solche zusätzlichen Pflichten wie eine Treppenhausreinigung müssen aber auch Bestandteil des Mietvertrages sein.

Unzulässig sind Bestimmungen, die dem Mieter verbieten, einen Kinderwagen oder Rollstuhl im Hausflur an geeigneter Stelle abzustellen - wenn eine zumutbare Alternative fehlt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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