Welche ist die richtige Nähmaschine?

12.03.2021
Spätestens seit dem Anfertigen von Mundschutzen im ersten Lockdown ist Selbernähen wieder in. Einsteiger haben bei der Anschaffung einer Nähmaschine die Qual der Wahl. Tipps, was sich wofür eignet.
Nähen liegt wieder im Trend. Der Kauf einer Nähmaschine will aber gut überlegt sein - je mehr Funktionen, desto komplizierter ist aber auch die Handhabung. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
Nähen liegt wieder im Trend. Der Kauf einer Nähmaschine will aber gut überlegt sein - je mehr Funktionen, desto komplizierter ist aber auch die Handhabung. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Jeans kürzen, Vorhänge nähen oder Stoffe mit Stickereien verzieren - bei all dem und noch mehr kann eine Nähmaschine helfen. Wer sich solch ein Gerät anschafft, sollte vorher überlegen, wofür er sie braucht, rät der Tüv Süd.

So lassen sich mit einer Freiarm-Nähmaschine runde Bündchen und Hosenbeine problemlos kürzen und vernähen. Und auch größere Arbeiten kann man damit anfertigen. Eine Overlock-Nähmaschine ist dagegen eher etwas für Vielnäher und ergänzt eine normale Nähmaschine, statt sie zu ersetzen.

Für hübsche Stickereien eignet sich eine Stickmaschine, allerdings besitzen auch einige Computer-Nähmaschinen eine Stickfunktion. Computer-Nähmaschinen haben im Vergleich zu mechanischen Maschinen eine größere Auswahl an Stichen. Je mehr Funktionen, desto komplizierter ist aber auch die Handhabung - anfangs sollte man sich ausgiebig mit der Bedienungsanleitung beschäftigen.

Maschine vor Kauf testen

Generell sollte eine Nähmaschine für gute Ergebnisse mindestens drei Sticharten und eine Auswahl der Stichbreiten und -längen haben. Nützliche Funktionen sind zum Beispiel eine automatische Einfädelhilfe oder ein Fadenabschneider. Worauf man außerdem achten kann: Sind verschiedene Nadeln und passende Füße für verdeckte und nicht verdeckte Reißverschlüsse enthalten? Sind die Füße und Nadeln sowie die Beleuchtungsglühbirne leicht zu wechseln?

Der Tüv rät dazu, eine Maschine vor dem Kauf auszuprobieren und zu testen, ob sie bei maximaler Geschwindigkeit rutschfest steht und wie sensibel das Fußpedal reagiert. Wer viel näht, sollte auch darauf achten, dass die Maschine nicht zu laut läuft.

© dpa-infocom, dpa:210311-99-785719/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Hochwertige Handwerkskunst gehört zu einem der Trends auf der Konsumgütermesse Ambiente. Die Manufaktur T. Nishikawa aus Japan präsentierte diese Teekanne. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn Neuer Fokus bei Küchen- und Essgeschirr Es gab eine Zeit, da konnten die alten Teile gar nicht schnell genug das Haus verlassen. Kunsthandwerkliches flog aus dem Wohnzimmer, nach alten Traditionen hergestellte Produkte wurden von moderner Masseware ersetzt. Jetzt besinnen sich Hersteller und Verbraucher zurück.
Dunklere Farben werden die Einrichtung künftig bestimmen. Foto: Jean-Luc Valentin/Messe Frankfurt Exhibition GmbH/dpa-tmn Japanische Handwerkskunst fürs Haus Einen ganz schön großen Sprung scheint die Trendwelt im Moment zu machen: Vom bisher beliebten skandinavischen Wohnstil nach Japan. Allerdings sind diese Trends optisch recht ähnlich. Es bleibt bei einer puristischen, handwerklichen Prägung - aber nun in Dunkel.
Plastikgefäße fürs Mitnehmen von Pausensnacks gelten inzwischen als Lifestyle-Produkt. Auch funktional und optisch wurden sie verbessert. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Der Konsum in grünen Zeiten Viele Produkte aus Plastik lassen sich ersetzen. Daran feilt die Konsumgüterbranche intensiv. Ihre Neuheiten zeigt sie auf der Messe Ambiente.
Die bunten Zementfliesen von Paola Navone sind ein Hingucker in jedem Raum. Foto: Bisazza Cementiles designed Paola Navone Bunt gemusterte Zementfliesen erleben Comeback Mit der Zeit wird manches Luxusprodukt zur Massenware - oder umgekehrt. Zementfliesen wurden etwa einst verwendet, um wertvollere Materialien günstig zu imitieren. Heute entdecken Kreative und Architekten den Baustoff wieder - als exklusives Designprodukt.