Warum Fahrräder nicht in den Hausflur gehören

12.04.2021
In Mehrfamilienhäusern stellt sich oft die Frage: Wohin mit dem Fahrrad? Es gibt gute Gründe, es nicht einfach im Flur abzustellen.
In der Regel dürfen Mieter ihre Fahrräder nicht im Treppenhaus abstellen. Foto: Peter Kneffel/dpa
In der Regel dürfen Mieter ihre Fahrräder nicht im Treppenhaus abstellen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Berlin (dpa/tmn) - Fahrräder sollten grundsätzlich nicht im Hausflur abgestellt werden. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Denn im Flur verstellen sie in der Regel Fluchtwege und behindern die übrigen Bewohner in der Nutzung des Treppenhauses.

Gibt es andere Abstellmöglichkeiten, müssen diese genutzt werden. Mieter sind dabei auch ohne eine gesonderte Regelung im Mietvertrag dazu berechtigt, Fahrradabstellplätze zu nutzen, die der Vermieter allgemein zur Verfügung stellt.

Gibt es keinen Abstellplatz, können Mieter ihre Räder zum Beispiel im eigenen Keller oder in der Wohnung aufbewahren. Hausflure kommen laut Haus & Grund nur dann ausnahmsweise als Abstellplatz infrage, wenn ausreichend Platz vorhanden ist und kein Keller existiert.

Stellt der Vermieter genügend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zur Verfügung, kann er das Abstellen an anderen Stellen verbieten. Dabei genügt bereits ein Abstellplatz im Außenbereich, selbst wenn dieser nur über eine Treppe zu erreichen ist. Ein vollumfängliches Verbot, Fahrräder abzustellen, ist hingegen nicht wirksam, wie das Landgericht Hannover entschieden hat (Az.: 20 S 39/05).

© dpa-infocom, dpa:210409-99-142132/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Teilweise sind Eigentumswohnungen nur auf den ersten Blick günstig. Wer überlegt eine Immobilie zu kaufen, sollte auch an alle Gegenargumente denken. Manchmal ist es sinnvoller eine Wohnung oder ein Haus zu mieten. Foto: Andrea Warnecke Immobilien: Was gegen Eigentum spricht Der Erwerb von Wohneigentum steht bei vielen auf der Wunschliste ganz weit oben. Doch es gibt gute Gründe, die gegen den Kauf einer Immobilie sprechen. Manchmal ist es besser, eine Wohnung oder ein Haus zu mieten. Woran sich Verbraucher orientieren können.
Mieter dürfen ihre Fahrrad nicht überall parken. Foto: Rene Ruprecht/dpa Wo Mieter ihre Fahrräder abstellen dürfen Wer in einem Mietshaus wohnt, kennt das Bild: Im Hof oder Durchgang stehen Fahrräder. Was Mieter wissen müssen, das ist nicht immer erlaubt.
Auf der Suche nach der passenden Immobilie kommt es nicht allein auf die Lage an. Auch Kriterien wie Infrastruktur, Lebensqualität und Arbeit spielen eine Rolle. Foto: Wolfram Steinberg/dpa/dpa-tmn Lila-Lage: Auf der Suche nach dem passenden Zuhause Lage, Lage und nochmals Lage. So hieß lange Zeit das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Immobilie. Profis ziehen manchmal ein Scoringmodell heran, das den allgemeinen Begriff Lage stärker differenziert. Wie gute Lage dabei aussieht? Lila.
Bisher mussten Käufer oft die Maklerkosten alleine tragen. Ein neues Gesetz macht mit dieser Praxis Schluss. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Immobilienkauf: Maklerkosten müssen künftig verteilt werden Wer sich eine Immobilie kauft, muss den Makler nicht mehr allein bezahlen: Ab Dezember werden beim Verkauf privater Wohnimmobilien die Kosten zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.