Warum die simplen Putztipps so sinnvoll sind

17.12.2018
Nicht jeder schafft es, die Küche blitzblank zu halten. Auch weil die gängigen Putztipps nerven: am besten die Flecken direkt aufwischen oder natürlich regelmäßig durchputzen. Aber dahinter steckt mehr als nur eine Routine, sondern tatsächlich einfacheres Putzen.
Den Kühlschrank zu putzen ist nicht gerade eine freudige Arbeit - doch wer regelmäßig zum Schwamm greift, macht sich das Leben leichter. Foto: Christin Klose
Den Kühlschrank zu putzen ist nicht gerade eine freudige Arbeit - doch wer regelmäßig zum Schwamm greift, macht sich das Leben leichter. Foto: Christin Klose

Mannheim (dpa/tmn) - In der Küche mögen es viele blitzsauber - doch die Realität sieht oft anders aus. Auch wenn sich nicht unbedingt das Geschirr in der Spüle türmt oder klebrige Flecken die Arbeitsplatte zieren, entspricht so manche Stelle nicht den eigenen Vorstellungen von Sauberkeit.

Oder wann haben Sie das letzte Mal die Oberseite der Schränke angeschaut - und den schmierigen Fettfilm bemerkt? Doch so weit muss es gar nicht kommen. Mit wenigen Handgriffen ist es möglich, auch in einem stressigen Alltag die Küche sauber zu halten. Ein Blick auf die zwei üblichen und denkbar einfachen Putztipps, die aber wirklich etwas bringen:

Tipp 1: Direkt wegwischen

Dieser naheliegende Tipp hat nicht nur den Zweck, dass Schmutz dann eben auch direkt wieder weg ist. Sondern noch frische Flecken, die nicht an- oder eingetrocknet oder gar ins Material eingezogen sind, lassen sich in vielen Fällen auch viel einfacher entfernen. Außerdem komme man dann mit weniger Putzmittel aus, sagt Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche in Mannheim. «Das schont die Umwelt.» Ein Beispiel: Während frisch Übergekochtes auf der Glaskeramik von Kochfeldern sich oftmals nur mit einem nassen Tuch wegwischen lässt, braucht man für Festgebranntes einen Rasierklingenschaber.

Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel: Beim Backofen sollte man zumindest beim Einsatz von Reinigungsmitteln nicht zu rasch handeln. So rät Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) dazu, den Backofenreiniger entsprechend der Anleitung erst aufzusprühen, wenn der Ofenraum nicht mehr heiß ist. Sonst kann sich der Wirkstoff nicht an den Wänden absetzen, sondern verdampft und gelangt in die Atemluft.

Tipp 2: Regelmäßig putzen

Es lohnt sich, regelmäßig nicht nur die Grundreinigung der Küche durchzuführen, sondern auch die weniger zugänglichen Ecken anzugehen. Denn können sich zum Beispiel die Fettpartikel aus den Kochdünsten auf den Schränken und sonstigen offen herumstehenden Gegenständen über längere Zeit zu einer schmierigen Schicht ablagern, wird das Putzen anstrengend und ekelig.

«Rückt man regelmäßig einmal im Monat diesem Film zu Leibe, genügt in der Regel ein normales Spülmittel», sagt Glassl. Später muss es ein Küchenreiniger gegen Fett sein - und auch noch Muskelkraft.

Frank Wickert-Meuser vom Berufsverband Hauswirtschaft rät einmal wöchentlich zu einem gründlicheren Durchgang, bei dem alle Utensilien von den Arbeitsplatten hochgehoben werden und darunter geputzt wird. «Es bleiben im Alltag doch eine Menge Krümel und Reste übrig, die Schädlinge anziehen können», erklärt er.

Der Innenraum des Kühlschranks ist am besten auch wöchentlich dran. «Dabei sollten die Aufbewahrungsfächer für Gemüse oder Fleisch herausgenommen und gründlich abgewaschen werden», erläutert Wickert-Meuser. Einmal pro Monat sind die Dichtungen an der Reihe, da sich daran sonst Schimmel bilden kann. «Und ein- oder zweimal im Jahr ist ein Großputz angesagt, bei dem auch die Küchenschränke gereinigt und abgelaufene oder verdorbene Lebensmittel entsorgt werden.»


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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