Untervermietung nur mit Erlaubnis des Vermieters

21.05.2020
Wer seine Wohnung nicht aufgeben will, kann sie untervermieten. Allerdings geht das nicht ohne Zustimmung des Vermieters. Worauf kommt es dabei an?
Mieter dürfen ihre Wohnung untervermieten. Allerdings müssen sie vorher den Vermieter um Erlaubnis bitten. Foto: Ole Spata/dpa-tmn
Mieter dürfen ihre Wohnung untervermieten. Allerdings müssen sie vorher den Vermieter um Erlaubnis bitten. Foto: Ole Spata/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Mieter dürfen ihre Wohnung untervermieten. Allerdings brauchen sie dafür die Zustimmung ihres Vermieters. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Im Falle einer nicht genehmigten Untervermietung verletzt der Mieter seine vertraglichen Pflichten und riskiert, dass der Eigentümer das Mietverhältnis kündigt, wie eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) zeigt (Az.: VIII ZR 74/10).

Einen Anspruch auf eine Erlaubnis zur Untervermietung hat der Mieter im Falle der vollständigen Untervermietung der gesamten Wohnung grundsätzlich nicht. Einen Teil der Wohnung darf ein Mieter allerdings untervermieten. Wichtig zu beachten: Der Mieter darf den Gewahrsam an der Wohnung nicht vollständig aufgeben, entschied der BGH in einem anderen Fall (Az.: VIII ZR 349/13).

Mieter müssen außerdem ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung haben, das erst nach Abschluss des Mietvertrages entstanden ist. Das besteht beispielsweise nach einer Trennung und dem Auszug des früheren Ehepartners. Auch muss die Untervermietung für den Eigentümer zumutbar sein. Das ist zum Beispiel dann nicht der Fall, wenn der Wohnraum übermäßig belegt werden würde.

Paragraf 540 BGB

Entscheidung des BGH zur Kündigung

Entscheidung des BGH zur teilweisen Untervermietung


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Gerade ältere Menschen müssen die Finanzierung einer Immobilie genau planen. Denn in der Regel haben sie weniger Zeit den Baukredit abzubezahlen. Foto: Christin Klose Worauf es bei der Baufinanzierung im Alter ankommt Immobilien sind nicht nur etwas für junge Käufer. Auch mit 50 oder 60 Jahren kann man sich den Traum von den eigenen vier Wänden noch erfüllen. Die Finanzierung muss aber passen.
Crowdfunding-Plattformen bringen private Anleger, den Schwarm, zusammen, um damit eine Immobilien zu finanzieren. Foto: Andrea Warnecke Immobilien im Schwarm finanzieren – Crowdinvesting Rund 1000 Euro investieren, vom Immobilienboom profitieren und kräftig Zinsen kassieren. Das klingt gut. Crowdfunding-Plattformen im Internet machen es möglich. Das Geschäft ist für Anleger aber nicht risikolos.
Wer sein Haus zum Verkauf stellt, sollte wissen, wie viel die Immobilie wert ist. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn Lage und Ausstattung bestimmen Immobilienpreis Das eigene Zuhause ist gefühlt besonders teuer: Es hat Arbeit gemacht, Erinnerungen sind damit verbunden. Aber wie viel ist die Immobilie anderen wert? Manches können Besitzer selbst herausfinden.
Neubautgebiete in Berlin, wie hier am Gleisdreieck-Park, sind für potenzielle Käufer interessant: Beim Kauf einer Immobilie ist meist die Lage wichtiger als die Wertsteigerung. Foto: Andrea Warnecke Wertsteigerung ist nicht alles beim Immobilienkauf Der Immobilienmarkt boomt. Angesichts hoher Preise soll oft das Argument künftiger Wertsteigerung Verbraucher zum Kauf einer Immobilie bewegen. Doch Vorsicht: Solche Prognosen bilden eine relativ unsichere Basis für eine Kaufentscheidung.