Untervermieten ohne Erlaubnis ist Kündigungsgrund

20.06.2019
Wer seine Wohnung die Ferien über untervermieten möchte, der sollte seinen Vermieter vorab informiere. Voreilige Entschlüsse können im Extremfall zur Kündigung führen:
Ein unabgesprochenes Gesuch mit der Überschrift «Untermieter/in gesucht» kann einem übel zu stehen kommen. Wenn sich der Vermieter queer stellt, droht sogar eine Kündigung. Foto: Felix Kästle/dpa
Ein unabgesprochenes Gesuch mit der Überschrift «Untermieter/in gesucht» kann einem übel zu stehen kommen. Wenn sich der Vermieter queer stellt, droht sogar eine Kündigung. Foto: Felix Kästle/dpa

München (dpa/tmn) - Mieter können ihre Reisekasse aufbessern, wenn sie ihre Wohnung im Urlaub untervermieten. Doch tun sie das ohne Erlaubnis, riskieren sie eine Abmahnung und im letzten Schritt sogar eine Kündigung, warnt der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern).

Dies sei nur zulässig, wenn der Vermieter der Untervermietung vorab zustimmt. Bereits das Onlinestellen einer entsprechenden Anzeige gilt laut dem Verband als Vertragsbruch. Stimmt der Vermieter zu, kann er einen Zuschlag für den Untermieter verlangen. Zudem ist er berechtigt, die Person vorher kennenzulernen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Scheinanmietung durch Vermieter stellt eine schwerwiegende Pflichtverletzung dar. Das etnschied das Landgericht Berlin. Foto: Britta Pedersen Scheinanmietung durch Vermieter: Kündigung ist illegitim Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Solche Weisheiten bewahrheiten sich immer wieder. Oder anders gesagt: Wollen Vermieter ihre Mieter überlisten, geht das leicht nach hinten los. Denn die eigenen Pflichtverletzungen können vor Gericht schwer wiegen.
In Wohnungsanzeigen können jede Menge Abkürzungen stehen. So steht NK etwa für Nebenkosten. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Was hinter gängigen Codes in Wohnungsanzeigen steckt ZKB, HZK, Wfl und Abl - was nach einem bekannten Song der Hip-Hopper Fanta 4 klingt, ist langweilige Maklersprache. Sie verwirren damit in Anzeigen so manchen ihrer Kunden bei der Suche nach der neuen Wohnung oder dem neuen Haus. Zeit für eine Übersetzung.
Fremde in der eigenen Wohnung: Auch Mieter können auf Plattformen wie Airbnb Gastgeber sein - sie brauchen aber eine Erlaubnis. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Was Gastgeber bei Airbnb und Co. wissen müssen Ein Zimmer vermieten und so nebenbei den Kontostand aufbessern - klingt verlockend. Doch dies kann zu steuerlichen Konsequenzen führen. Und unter Umständen sogar zu mietrechtlichen Problemen.
Mit einem Vertrag sind Haupt- und Untermieter auf der sicheren Seite. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn Bei Untervermietung den Vermieter fragen Dürfen Mieter das: einen zusätzlichen Mitbewohner aufnehmen oder alle Räume während einer langen Reise vermieten? Was sollten Mieter regeln und was gilt, wenn der Vermieter nicht einverstanden ist?