Unebene Kellerdecken brauchen extra Dämm-Konstruktion

08.04.2019
Die Dämmung der Kellerdecke kann die Energieeffizienz eines Hauses deutlich verbessern. Allerdings nur, wenn keine Kältebrücken entstehen. Verlaufen hier etwa Rohre und Leitungen, sollten Hausbesitzer sie richtig einfassen. So geht's:
Wenn man Rohre an der Decke hat, werden mehrere Dämmplatten drumherum schichtweise aufgebracht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
Wenn man Rohre an der Decke hat, werden mehrere Dämmplatten drumherum schichtweise aufgebracht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Kellerdecken können Hausbesitzer einfach selbst dämmen - mit fertigen Dämmplatten. Allerdings benötigen unebene Flächen eine extra Unterkonstruktion, auf der das Material angebracht wird.

Fugen und Anschlüsse müssen dann luftdicht verschlossen sein, sonst erbringt die Dämmung nicht ihre volle Wirkung. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin.

Die Unterkonstruktion kann zum Beispiel aus Traglatten bestehen, die an der Decke verdübelt und dann mit Dämmplatten aufgefüllt werden. Darauf kommen dann Rigipsplatten oder Holzvertäfelungen.

Andreas Köhler, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, rät Heimwerkern für das Isolieren gerader Decken zu fertigen Kellerdecken-Dämmplatten aus dem Baumarkt oder Baustoffhandel. Sie lassen sich von unten an die Decke kleben oder dübeln. Voraussetzung ist aber, dass die Räume hoch genug sind und sich nicht Fenster oder Türen direkt an die Decke anschließen - sonst lassen sich diese nach der Dämmung nicht mehr nutzen. Wenn man Rohre an der Decke hat, werden mehrere Dämmplatten drumherum schichtweise aufgebracht.

Laut Köhler lassen sich durch die Dämmung einer Kellerdecke - abhängig vom Gebäude - fünf bis sieben Prozent Energie einsparen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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