Tipps zu Schneeschaufeln und Streugut

09.01.2017
Der erste Schneefall kommt bestimmt. Deshalb müssen Hauseigentümer vorsorgen: Sie brauchen Schneeschieber und Streugut. Davon finden sie im Handel eine große Auswahl. Doch welche Kriterien zählen beim Kauf?
Eine Schneeschaufel muss beim Schippen gut in der Hand liegen. Das probiert man vor dem Kauf am besten im Geschäft aus. Foto: Tobias Hase
Eine Schneeschaufel muss beim Schippen gut in der Hand liegen. Das probiert man vor dem Kauf am besten im Geschäft aus. Foto: Tobias Hase

Köln (dpa/tmn) - Bei Eis und Schnee sind Hauseigentümer in der Pflicht: Vor ihrer Tür müssen sie räumen oder zumindest streuen. Dafür brauchen sie eine ordentliche Schneeschaufel und geeignetes Streugut. Experten erklären, worauf es beim Equipment ankommt:

Aus welchem Material sollte eine Schneeschaufel bestehen?

Holz, Aluminium oder Kunststoff: Das sind die gängigsten Materialen, aus denen Schneeschaufeln hergestellt sind. Aluminium ist relativ leicht und korrosionsbeständig, verformt sich aber leichter als etwa Holz. Das ist das schwerste Material, gleichzeitig aber sehr robust. Kunststoff wiederum ist oft zu weich und verbiegt sich, wenn größere Schneemengen auf der Schaufel liegen. Das sei vor allem bei günstigeren Produkten ein Problem, sagt Berthold Tempel vom Tüv Rheinland.

Was ist noch wichtig?

Der vordere Schaufelrand sollte verstärkt sein. Denn die Schaufeln schaben über den Boden und müssen auch einmal Vereisungen wegkratzen können. Üblicherweise sind die Verstärkungen aus Stahlblech, manchmal auch aus widerstandsfähigem Polyamid-Kunststoff, wie Tempel erklärt. «Ohne die Verstärkungen gehen Schaufeln schneller kaputt.»

Wie sollte der Stiel beschaffen sein?

Beim Stiel zählt das Gefühl: Er muss gut in der Hand liegen. Außerdem gilt: «Der Durchmesser sollte zur Größe der Hand passen», sagt Tempel. Je größer die Hand, desto dicker sollte der Stiel sein. Beim Material bewähren sich die Holzsorten Esche und Fichte, weil sie fest sind, aber auch eine gewisse Elastizität mitbringen. Der Stiel darf gerade oder gebogen sein: Das sei Geschmacksache, sagt der Tüv-Fachmann. Wichtiger ist die Verbindung zwischen Schaufel und Stiel: Diese sollte gepresst oder geschraubt sein. Nieten dagegen sind weniger beständig.

Welches Streumittel ist am besten?

Wenn die Schneeschicht hart ist und sich nicht mehr wegschaufeln lässt, müssen Hauseigentümer streuen. Am effektivsten ist Streusalz - es taut vereiste Wege rasch auf. Doch an vielen Orten dürfen Bewohner nicht mit Salzen streuen. Konkret regeln das die kommunalen Satzungen.

Der Grund für die Verbote: Streusalze gelten als schädlich für Tiere, Pflanzen und Gewässer. Bei Tieren können sie zum Beispiel für entzündete Pfoten sorgen. Auch Autos und Häusern können Salze schaden: Bei Betonbauten greifen sie laut Umweltbundesamt (UBA) etwa die Eisenbewährung im Inneren an. Am besten verzichtet man generell auf Streusalze, rät Dennis Klein vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Was sind die Alternativen zu Streusalz?

Das UBA rät zu abstumpfenden Streumitteln. Sie sorgen für Griffigkeit, indem sie sich mit Schnee und Eis verzahnen, haben aber keine abtauende Wirkung. Klein vom BUND rät zu Kies, Sand oder Holzspänen. Ist der Schnee weg, kann man diese leicht aufkehren und gegebenenfalls wiederverwenden. Holzspäne sind abbaubar und können nach der Nutzung auf den Kompost.

Was ist mit Splitt oder Granulat?

Sie sind auch geeignet. Splitt sei jedoch nicht uneingeschränkt empfehlenswert, sagt Klein. «Es kann umweltschädliche Rückstände enthalten.» Umweltfreundliche salzfreie Streumittel erkennt man laut Umweltbundesamt im Handel am Umweltzeichen «Blauer Engel».

Umweltbundesamt zu Streusalz


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind derzeit so günstig, dass sich ein Immobilienkauf lohnen kann. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Wie viel Immobilien kosten dürfen Der deutsche Immobilienmarkt boomt. In einigen Ballungszentren wird Eigentum für viele mittlerweile unerschwinglich. Entwickelt sich da eine Immobilienblase? Welcher Preis ist für eine Wohnung oder ein Haus überhaupt angemessen?
Wer eine Immobilie kauft oder mietet, hat ein Anrecht, den Energieausweis des Gebäudes zu sehen. Foto: Franziska Gabbert Je grüner, desto sparsamer: Was der Energieausweis verrät Im Prinzip soll es einfach sein: Die Heizkosten in Häusern im grünen Bereich des Energieausweises sind geringer, im roten Bereich sind die Kosten höher. Und doch verwirren die Inhalte des Dokuments viele. Das liegt daran, dass es verschiedene Ausweisvarianten gibt.
Neubautgebiete in Berlin, wie hier am Gleisdreieck-Park, sind für potenzielle Käufer interessant: Beim Kauf einer Immobilie ist meist die Lage wichtiger als die Wertsteigerung. Foto: Andrea Warnecke Wertsteigerung ist nicht alles beim Immobilienkauf Der Immobilienmarkt boomt. Angesichts hoher Preise soll oft das Argument künftiger Wertsteigerung Verbraucher zum Kauf einer Immobilie bewegen. Doch Vorsicht: Solche Prognosen bilden eine relativ unsichere Basis für eine Kaufentscheidung.
Vor einer Versteigerung, gibt es meist mehrere Besichtigungstermine. Interessenten sollten sich hier einen Eindruck von der Immobilie verschaffen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Zum ersten, zum zweiten - Immobilienkauf per Auktion Zum ersten, zum zweiten, 250.000 Euro für Nummer 10 - und schon hat die Wohnung einen neuen Eigentümer. Im engen Markt sind Immobilienauktionen eine Möglichkeit, abseits der üblichen Pfade ein gutes Objekt zu ergattern. Was es dabei zu beachten gibt.