Tipps rund um Brief- und Paketkästen

16.09.2019
Wer viel online bestellt, ist genervt von den Zustellern. Meist landen die Briefe und Pakete zur Abholung im Shop. Ausreichend große Briefkasten können aber einiges davon aufnehmen.
Mieter können ihren Briefkasten mit Sperrzähnen aufrüsten. Dann kann niemand durch den Schlitz greifen und Post herausziehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Mieter können ihren Briefkasten mit Sperrzähnen aufrüsten. Dann kann niemand durch den Schlitz greifen und Post herausziehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wichtige Dokumente kommen verknittert aus dem Briefkasten, vielleicht sogar tropfnass - und Pakete, ja, das ist eine ganz eigene Geschichte. Die wenigsten finden Platz im Briefkasten am Haus.

Nicht immer sind aber die Logistikunternehmen Schuld daran, dass die Post in keinem guten Zustand beim Empfänger landet. Auch die Empfänger können einiges tun, um die Zustellung zu erleichtern - indem sie beim Briefkasten aufrüsten:

Wie groß sollte der Briefkasten am Haus sein?

Ob ein Briefkasten die ausreichenden Maße hat, erkennt man unter anderem an einer DIN-Norm, der EN 13724. Die darin genannte Mindestgröße orientiert sich unter anderem an einem Umschlag im Papierformat C4 beziehungsweise dem Blattformat A4. Post in dieser Größe muss ungefaltet problemlos und unbeschädigt eingeworfen werden können.

Daraus ergibt sich, dass die Breite des Einwurfschlitzes mindestens 230 oder 325 Millimeter betragen muss - «je nachdem, ob ein C4-Umschlag von 229 mal 324 Millimetern längs oder quer hineingesteckt werden soll», erklärt Alexander Edenhofer, Pressesprecher der Deutschen Post. Und die Öffnung muss mindestens 30 Millimeter hoch sein.

Welche Wahl habe ich für Pakete?

Es gibt inzwischen Briefkästen mit integriertem Paket-Fach. Sie sollten nicht nur groß genug sein, sondern die Pakete auch sicher verwahren. Dafür gibt es verschiedene Lösungen wie sichernde Metallstangen, abschließbare Türen oder Einwurfklappen bis hin zum Barcode-Scanning als Lieferbestätigung für den Boten.

«Wichtig ist, eine Lösung zu finden, bei der die Lieferanten der verschiedenen Zustellerfirmen sicheren Zugriff auf die Paketbriefkästen haben», sagt Martin Groß-Albenhausen vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh).

Aber auch Hausbriefkästen nach der DIN-Norm EN 13724 sind eigentlich groß genug, um zumindest sogenannte Warenbriefe aufzunehmen. Dennoch landen zu wenige Sendungen darin. «40 Prozent aller E-Commerce-Produkte könnten im heimischen Briefkasten zugestellt werden», sagt Udo Karpowitz, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Briefumschlag-Industrie. Aber tatsächlich liege die Zustellquote deutlich unter 20 Prozent.

Grund dafür ist nach bevh-Ansicht, dass die Maße der Sendungen zuweilen dann doch nicht mit den standardisierten Briefkasten-Öffnungen harmonieren. Wer sich also viele Produkte nach Hause schicken lässt, sollte darauf achten.

Wie sichere ich meine Post?

Damit niemand die Briefe und kleine Pakete aus dem Briefkasten nehmen kann, sollte der Einwurfschlitz eine sogenannte Entnahmesicherung haben. Das sind Sperren, die dafür sorgen, dass eine normal große Hand nicht in den Kasten hineingreifen kann. Es gibt auch nachrüstbare Halterungen mit Sperrzähnen. Darüber hinaus müssen alle Postkästen verschließbar sein, rät Postsprecher Edenhofer.

Wie kann ich dem Postboten helfen?

Was Mieter oder Hausbesitzer direkt tun können, um das Leben des Postboten zu erleichtern, ist die Installation eines guten und großen Namensschilds. Der Schriftzug ist optimalerweise mindestens acht Millimeter hoch. Damit sowohl der Postbote als auch man selbst gut an den Briefkasten herankommt, wird er idealerweise in günstiger Griffhöhe aufgehängt oder aufgestellt. Die Post rät zu einer Höhe von mindestens 70 Zentimeter und maximal 170 Zentimeter über dem Boden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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