Stielmus schon im Winter im Gewächshaus säen

05.01.2017
Westfalen kennen das Rübenkraut, dessen Name vielen Deutschen nichts sagt: Stielmus. Die Pflanze sollte schon während des Winters gesät werden und gut mit Nährstoffen versorgt werden. Außerdem muss die sogenannte Fruchtfolge beachtet werden.
Neuer Star der heimischen Küche: Das Stielmus, auch Kinsterfinken oder Rübstiel genannt, ist ein regionaltypisches Gemüse aus Westfalen. Foto: Bernd Thissen
Neuer Star der heimischen Küche: Das Stielmus, auch Kinsterfinken oder Rübstiel genannt, ist ein regionaltypisches Gemüse aus Westfalen. Foto: Bernd Thissen

Berlin (dpa/tmn) - Es ist in weiten Teilen Deutschlands nahezu unbekannt, aber etwa in Nordrhein-Westfalen fast ein Klassiker: Stielmus. Es kann von verschiedenen Rübensorten gewonnen werden, die besonders dicht gesät werden.

So steckt die Pflanze mehr Kraft ins Kraut - und dies wird für Stielmus verwendet, wie der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin erklärt. Mairübchen (Brassica rapa var. rapa subv. majalis) können schon im tiefsten Winter als Stielmus im Gewächshaus gesät werden.

Die robusten, frostharten Rüben sind äußerst genügsam. Damit die Pflänzchen genügend Licht bekommen, sollte der Reihenabstand etwa 12 bis 15 Zentimeter betragen. Ausgesät werden zwei bis zweieinhalb Gramm Samen pro Quadratmeter, erläutert der BDG. Wichtig ist, dass die Rübenpflanzen gut mit Nährstoffen versorgt werden.

Der BDG rät außerdem, unbedingt die Fruchtfolge zu beachten: Rüben sind Kreuzblütler. Wo sie wachsen, sollten in den vergangenen drei Jahren keine anderen Kreuzblütler gestanden haben, um Krankheiten und Mangelerscheinungen zu vermeiden. Zu den Kreuzblütlern gehören Kohlsorten, aber auch viele Wurzel- und Knollenpflanzen wie Radieschen oder Rettich.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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