So stehen Hausbesitzer zu einer Pflichtversicherung

31.03.2022
Nach der Flutkatastrophe 2021 kam schnell die Frage auf: Sollte es eine Pflichtversicherung für Elementarschäden geben? Eine Umfrage zeigt, viele Hausbesitzer sind dafür.
Nach der Flutkatastrophe 2021 gibt es unter Deutschlands Hausbesitzern einer Umfrage zufolge keinen großen Widerstand gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden. Foto: David Inderlied/dpa/Archivibild
Nach der Flutkatastrophe 2021 gibt es unter Deutschlands Hausbesitzern einer Umfrage zufolge keinen großen Widerstand gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden. Foto: David Inderlied/dpa/Archivibild

Heidelberg (dpa) - Nach der Flutkatastrophe 2021 gibt es unter Deutschlands Hausbesitzern einer Umfrage zufolge keinen großen Widerstand gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden.

In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Onlineportals Verivox haben sich fast 80 Prozent der teilnehmenden 1024 Hausbesitzer für eine solche Versicherungspflicht ausgesprochen, wie das Heidelberger Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ausdrücklich dagegen sprachen sich 16 Prozent aus.

Befragt wurden die Hausbesitzer Ende Februar vom Meinungsforschungsinstitut Innofact. Über eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden wird seit Jahrzehnten ergebnislos diskutiert - das Thema kommt nach jedem größeren Hochwasser auf die politische Tagesordnung, um dann wieder zu verschwinden.

Unwetterschäden keine Seltenheit

Die Standard-Gebäudeversicherung deckt zwar Sturm- und Hagelschäden ab, nicht aber Hochwasser, Überschwemmungen oder auch Schäden durch Schnee. Versicherungen verkaufen die Elementarpolicen als Zusatz zum Gebäudeschutz, der Preis variiert je nach Hochwasserrisiko. In häufig überschwemmten Gebieten können Hausbesitzer in der Regel gar keine Elementarversicherung abschließen, oder nur zu sehr hohen Preisen.

Unwetterschäden sind aber laut Umfrage keine Seltenheit mehr. Der Erhebung zufolge haben bereits 39 Prozent der befragten Hausbesitzer wetterbedingte Schäden an ihrem Heim erlitten, allein 13 Prozent sogar im Laufe des vergangenen Jahres.

© dpa-infocom, dpa:220331-99-742259/4


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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