So errichten Sie ein Eigenheim auf gemietetem Grund

28.08.2019
Ein Haus zu bauen und zusätzlich ein Baugrundstück zu erwerben, ist mit hohem finanziellem Aufwand verbunden. Eine Alternative zum Grundbesitz erschließt sich mit dem Erbbaurecht. Worauf es dabei ankommt:
Das eigene Haus kann auch auf einem gemieteten Grundstück entstehen - zumindest wenn Erbbaurecht vereinbart ist. Foto: Florian Schuh/dpa
Das eigene Haus kann auch auf einem gemieteten Grundstück entstehen - zumindest wenn Erbbaurecht vereinbart ist. Foto: Florian Schuh/dpa

Berlin (dpa/tmn) - Wer nach Erbbaurecht gebaut hat, kann von Werterhöhungen an der Immobilie profitieren. Endet die Laufzeit des Vertrags, zahlt der Grundstückseigentümer eine Entschädigung. Darauf weist der Bauherren-Schutzbund (BSB) hin. Beim Erbbaurecht mietet der Bauherr das Grundstück.

Meist laufen die Verträge 99 Jahre, die Dauer kann aber frei bestimmt werden. In dieser Zeit zahlt der Bauherr eine monatliche Miete an den Grundstückseigentümer, den Erbbauzins. Das gebaute Haus ist Eigentum des Bauherrn, betont der BSB. Er kann es vermieten, samt Erbbaurecht verkaufen oder vererben. Außerdem kann er das Grundstück mit einem Bankdarlehen belasten, um den Hausbau zu finanzieren.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Erbbaurecht ermöglicht günstiges Eigentum, denn das Grundstück wird nur gepachtet. Foto: Andrea Warnecke Erbbaurecht läuft nicht immer 99 Jahre Im Erbbaurechtsgesetz von 1919 ist nicht festgeschrieben, welche Laufzeit das Erbbaurecht für eine Immobilie hat. Die Vertragsparteien müssen zusammen vereinbaren, wie lange das Erbbaurecht läuft. Doch woran orientiert man sich dabei?
Wer eine Immobilie erwirbt, muss Grunderwerbsteuer zahlen. Bei Neubauvorhaben lässt sich die Steuerlast mit einem kleinen Trick möglicherweise reduzieren. Foto: Uwe Anspach/dpa-tmn Grunderwerbsteuer wird nicht nur beim Hauskauf fällig Auf Immobilienkäufer kommen viele Rechnungen zu. Eine davon kommt schnell vom Finanzamt: Der Bescheid über die Grunderwerbsteuer. In einigen Fällen lasst diese sich aber reduzieren.
Doppelhäuser müssen sich nur eine Wand teilen, sie dürfen sich aber durchaus unterscheiden. Foto: Wolfram Steinberg/dpa Nachbarn mit gemeinsamer Wand - Warum ein Doppelhaus bauen? Für ein Doppelhaus muss der Bagger nur einmal anrücken. Und das Grundstück kann kleiner sein. Das spart viel Geld beim Hausbau. Aber man muss sich dafür mit den Nachbarn abstimmen und vielleicht ein Leben lang sehr dicht bei ihnen wohnen. Wie lässt sich das gut lösen?
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein privater Investor nicht dazu verpflichtet werden kann, eine Sozialwohnung ewig als Sozialwohnung anzubieten. Foto: Sebastian Gollnow Sozialwohnungen müssen nicht ewig bleiben Sozialwohnungen für Menschen, die keine hohe Miete zahlen können, sind knapper geworden. Finanzielle Anreize verpflichten die Bauherren - aber nicht für immer. Der Bundesgerichtshof empfiehlt Kommunen nun einen anderen Weg.