Sheldon schnurrt - Der Facebook-Kater aus Brandenburg

09.12.2015
Katzen im Internet sind der Renner. Auch in Brandenburg. Dort war Kater Sheldon mal wieder weggelaufen. Sein Herrchen postete eine Suchanzeige auf Facebook. Nun ist Sheldon ein Internetstar - und längst wieder zu Hause.
Kater Sheldon erkundet den Park von Schloss Rheinsberg in Brandenburg. Mittlerweile ist das Tier zum Maskottchen der Anlage geworden. Foto: Jörg Carstensen
Kater Sheldon erkundet den Park von Schloss Rheinsberg in Brandenburg. Mittlerweile ist das Tier zum Maskottchen der Anlage geworden. Foto: Jörg Carstensen

Rheinsberg (dpa/bb) - Das Fell glänzt, das Schnurrhaar sitzt: Der zimtbraune Kater Sheldon sieht gut aus. Das Tier aus dem brandenburgischen Rheinsberg hat fast 800 Facebook-Fans deutschlandweit. Immer wieder posten sie Fotos mit dem Kater, der am liebsten im Park am Schloss umherstreift.

Begonnen hat alles mit der Suche nach Sheldon - von seinem Herrchen Markus Kersten eigentlich Katzie genannt. Der Kater war ausgebüxt, Kersten suchte auf Facebook nach ihm und stellte ein paar Bilder online. «Vielleicht sucht jemand den Besitzer des vermeintlich herrenlosen Tieres», habe er sich gedacht, erzählt Kersten. Sheldon war bald darauf schon wieder zurück - und hatte nun Freunde auf Facebook. Die nehmen seitdem Anteil an seinem Leben.

Was der Vierbeiner im Park macht, halten Besucher immer wieder mit der Kamera fest: Kater in der Sonne auf der Freitreppe, Kater mit Blick ins Unterholz einer Hecke, Kater auf einer Bank liegend. «Manchmal schließt er sich sogar Besuchergruppen an», sagt Kersten. Reaktionen auf Facebook: «richtig cool» oder «niedlich».

Was Sheldon dafür will? Streicheleinheiten. Der Kater schnurrt dann laut und lässt sich am liebsten unter dem weichen Katzenkinn kraulen. «Er ist ein Schmusetiger», sagt Kersten. Manchmal will Sheldon aber auch seine Ruhe - dann verschwindet er in seinem Revier.

Gesehen wurde er etwa schon im Tucholsky-Museum auf dem Schlossparkgelände. «Das ist kein Problem», heißt es bei der Leitung. Auch bei Aufführungen der Kammeroper im Sommer war sein brauner Katzenschwanz zu sehen. Ohne das Publikum zu stören, zog Sheldon seine Runden - legen zumindest Fotos nahe.

Die Zutraulichkeit des Katers - eine Mischung aus Norwegischer Wildkatze und der Rasse Maine Coon - erstaunt Winfried Hölter, zweiter Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Edelkatzenzüchter, nicht. Das liege an der Paarung der beiden Rassen, sagt er. Normalerweise seien Katzen Eigenbrötler und suchten nicht gerade das Rampenlicht.

Sheldon dagegen ist ein kleiner Star. Große Aufregung unter den Katzenfans natürlich, als der 5,5 Kilo schwere Kater vor wenigen Wochen angefahren wurde. «Glücklicherweise hat er den Unfall ohne Blessuren überstanden», sagt Kersten.

Den Tagesablauf seines berühmten Haustiers beschreibt Kersten so: nachts gern am warmen Ofen, tagsüber auf Tour. Sein Radius liegt bei ungefähr drei Kilometern, wurde beobachtet. Katzenexperte Hölter beruhigt: die Tiere fänden meist wieder nach Hause zurück.

Auch Herrchen Kersten - ein angehender Hausarzt - hat bemerkt: Zum Fressen ist Sheldon immer wieder da. Und manchmal bringt er sogar was mit - eine tote Maus etwa.

Alles aus dem Leben seines Katers will der Rheinsberger aber nicht preisgeben. Auch Sheldon brauche Privatsphäre. Im Vergleich zu anderen Tier-Stars ist Sheldon ohnehin ein kleines Sternchen: Katze Choupette von Stardesigner Karl Lagerfeld hat jedenfalls gut 40 000 Follower bei Facebook.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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