Rauchmelder schneiden im Test meist gut ab

16.12.2020
Sie können unter Umständen Leben retten: Rauchmelder in der Wohnung sind bald fast überall in Deutschland Pflicht. Worauf Kunden beim Kauf achten müssen - und welche Rauchmelder empfehlenswert sind.
Fast überall Pflicht: Der Eigentümer oder Vermieter muss sich in der Regel darum kümmern, Rauchwarnmelder in Häusern und Wohnungen anzubringen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Fast überall Pflicht: Der Eigentümer oder Vermieter muss sich in der Regel darum kümmern, Rauchwarnmelder in Häusern und Wohnungen anzubringen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Gute Rauchmelder für die Wohnung gibt es für knapp 20 Euro zu kaufen: In einer Untersuchung der Stiftung Warentest schnitten von 17 getesteten Geräten 13 mit der Note «gut» ab.

Darunter waren auch 3 funkvernetzbare Rauchmelder, die mit etwa 70 bis 85 Euro aber teurer sind, berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift «test» (Ausgabe 1/2021).

Ganz vorne in der Ergebnisliste liegen fünf Standardmodelle: Abus RWM150 (rund 19 Euro),Hekatron Genius Plus Edition (22 Euro),der Busch-Jaeger Professional Line 6833-84 und der Ei Electronics Ei650 (jeweils 25 Euro) sowie der Cavius 2007-004 (rund 30 Euro). Der Cavius 2007-004 ist laut der Stiftung ein besonders lautes Modell. Alle diese Geräte erhielten die Bewertung «gut» (Gesamtnote: 1,9).

Rauchmelderpflicht ab Neujahr ausgeweitet

Ein Gerät bekam die Note «mangelhaft». Aus Sicht der Warentester reagierte es zu spät auf einen Brand, als der Rauch schon dicht war.

Vom 1. Januar 2021 an müssen Rauchwarnmelder fast überall in Deutschland in den Wohnräumen angebracht sein. In Berlin und Brandenburg endet mit dem Jahreswechsel eine Übergangsfrist für Bestandsbauten. Eine Ausnahme gilt weiterhin in Sachsen, wo Rauchmelder in Neu- und Umbauten, nicht aber in Bestandsimmobilien hängen müssen. Nach zehn Jahren sollte man die Geräte austauschen.

© dpa-infocom, dpa:201215-99-703495/4

Test: Rauchmelder

Rauchmelder-Regeln


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Dringt Rauch von einem Zimmerbrand in den Rauchmelder ein, ertönt ein lauter Alarmton. Am 13. Mai ist Rauchmeldertag. Foto: Kai Remmers Tomatenspritzer können Leben kosten: Umgang mit Rauchmeldern Fast überall in Deutschland gilt die Rauchmelderpflicht. Doch allein das Gerät an der Decke zu haben, reicht nicht aus: Es muss richtig hängen und immer wieder getestet werden.
Rauchmelder können Leben retten - doch einige zeigen im Ernstfall Schwächen, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat. Foto: Ralph Kaise/Stiftung Warentest /dpa-tmn «test»: Bei Rauchmeldern auf Langzeitbatterie achten In Neubauten sind Rauchmelder bundesweit Pflicht. Für Altbauten gibt es in einigen Bundesländern noch eine Übergangsfrist - diese endet in Berlin und Brandenburg beispielsweise Ende 2020. Welche Geräte gut sind, hat die Stiftung Warentest untersucht.
Mit Hilfe von Smartphones und Tablets lassen sich im Smart Home vernetzte Geräte steuern - etwa der Backofen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Mit DIY-Lösungen zum Smart Home Es gibt viele Lösungen für das vernetzte Haus - das Smart Home - auf dem Markt. Vieles ist gar nicht schwer zu installieren. Man tauscht zum Beispiel einfach die Glühbirne aus. Oder ersetzt den Drehknopf der Heizung durch ein schlaues Gerät.
Ein Wohnungsbrand ist ein Alptraum - alle Besitztümer können verloren gehen, Menschen sterben. Rauchmelder können frühzeitig davor warnen. Die kleinen Computer erkennen Rauch bereits dann, wenn man ihn selbst noch nicht sieht. Foto: SDMG/Sven Friebe Für den Notfall - Feuerlöscher und Rauchmelder fürs Haus Es reichen ein paar Atemzüge im Rauch, und man kommt bei einem Hausbrand ums Leben. Damit Bewohner sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, gibt es in vielen Bundesländern bereits die Pflicht zu Rauchmeldern.