Plastik-Alternativen für den Haushalt

27.03.2019
Das EU-Verbot von Wegwerfartikeln aus Plastik ist ein Anfang. Die davon betroffenen Strohhalme, Wattestäbchen und Plastikteller lassen sich bereits gut ersetzen. Aber auch für viele andere Kunststoffdinge im Haushalt gibt es schon Alternativen.
Bambus-Strohhalme können Trinkhalme aus Plastik ersetzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Bambus-Strohhalme können Trinkhalme aus Plastik ersetzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - In unserem Alltag gibt es viele Wegwerfprodukte. Und viele davon sind aus Plastik - nicht nur jene, die die EU künftig verbieten will. Der Handel bietet längst zahlreiche Alternativen, und vieles kann man selbst kreativ angehen.

- Frischhaltefolie: Dauerhafte Alternativen bestehen aus Textilien, die mit Zusätzen wie Harz oder Bienenwachs behandelt wurden. So halten sie Lebensmittel einerseits frisch, sind aber andererseits über längere Zeit mit Wasser und etwas Seife abwaschbar. Und natürlich: Die beste Lösung ist das Verpacken in den guten alten Dosen. Auch leere Joghurtgläser mit Schraubverschluss halten zum Beispiel Wurst frisch. Sogar Backpapier enthält oft Plastik. Es lässt sich durch abwaschbare Dauerbackmatten ersetzen oder einfach durch Butter und Mehl, rät die Verbraucher Initiative.

- Hand-Zahnbürsten: Umweltverträglichere Produkte haben Stiele aus Holz, die Borsten bestehen etwa aus Bambus-Kohle. Es gibt etwa in Unverpacktläden auch Zahnreinigungstabletten statt Zahnpasta.

- Strohhalme: Längst findet man im Handel Produkte aus Glas, Metall und Holz. Übrigens fast immer mit dabei: eine dünne lange Reinigungsbürste für die Innenseite. Die meisten Varianten dürfen außerdem in die Spülmaschine.

- Luftballons: Zwar werden die Stäbe verboten, aber nicht die Ballons selbst. Umweltfreundlicher Ersatz dafür sind Papier-Pompons oder Girlanden.

- Einweggeschirr: Die Alternative ist das Alltagsgeschirr, immer mehr Firmen erarbeiten auch kompostierbare Einweg-Alternativen. Oder wie wäre es mit Finger Food? Apropos: Auf Plastikbesteck an vielen Imbissbuden und Eisdielen lässt sich auch einfach verzichten: Man wählt eine Eiswaffel statt dem Becher oder isst Pommes und Wurst mit der Hand. Auch Deckel für Becher braucht man nicht immer.

Broschüre "Plastikärmer Leben" der Verbraucher Initiative (gegen Gebühr)

Ideen der BUND-Aktion Plastikfasten


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Bee's Wrap ist eine dauerhafte Alternative zur Frischhaltefolie. Das Textil wurde mit Jojobaöl, Harz und Bienenwachs behandelt. Foto: Franziska Gabbert Alternativen zu Zahnbürsten, Geschirr und Folie aus Plastik Müllvermeidung hört nicht beim Verzicht auf Plastiktüten auf. Es gibt viele Produkte im Haushalt, die nach kurzer Anwendung weggeworfen werden - wie Frischhaltefolie und Zahnbürsten. Es gibt aber Alternativen - die Messe Ambiente in Frankfurt zeigt sie.
Schon ein kleines Sommerfest kann große Mengen an Plastikabfällen produzieren. Foto: Patrick Pleul Der Umwelt zuliebe plastikfrei Sommerfeste feiern Einweggeschirr, Luftballons, Strohhalme: Sie alle haben eines gemeinsam - sie sind aus Plastik. Da sie nur einmal verwendbar sind und nach dem Gebrauch meist direkt entsorgt werden, belasten sie die Umwelt enorm.
Dem Umweltschutz zuliebe sollte man beim Einkauf möglichst auf Plastik verzichten. Foto: Benjamin Nolte So klappt der Einkauf ohne Plastik In den Supermärkten sind die meisten Lebensmittel mittlerweile in Plastik verpackt. Das macht es dem Verbraucher nicht gerade leicht, Verpackungsmüll zu vermeiden. Ein paar Möglichkeiten gibt es dennoch.
Mehrwegbecher aus Bambus bestehen häufig zu einem großen Teil aus Melamin. Daher sind sie für die Abfüllung von Heißgetränken ungeeignet. Foto: Andrea Warnecke Auf Mehrwegprodukte aus Bambus verzichten Mehrweg-Geschirr ist grundsätzlich eine gute Sache. Aber nicht jedes Material ist dafür geeignet. So sollten Verbraucher auf Becher und Boxen aus Bambus lieber verzichten.