Nur teure Saugroboter putzen gut

18.11.2020
Saugroboter werden immer beliebter. Kein Wunder: Übernehmen die kleinen Maschinen doch das Putzen. Die Stiftung Warentest hat nun zwölf dieser Maschinen getestet.
Er ist der Testsieger bei Stiftung Warentest: der Roxxter Serie 6 von Bosch (ca. 800 Euro). Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn
Er ist der Testsieger bei Stiftung Warentest: der Roxxter Serie 6 von Bosch (ca. 800 Euro). Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Sie fahren in jede Ecke, unter Sofas oder über Teppiche. Und saugen dabei Staub, Fussel oder Tierhaare auf: Saugroboter. Gleichzeitig sollen sie leise sein und ihrem Besitzer Zeit und Arbeit sparen.

Aber sind die flinken Maschinen wirklich effizient? Und wie sauber ist die Wohnung nach einem Putz mit einem Saugroboter? Das hat nun die Stiftung Warentestuntersucht.

Auf Teppich und Hartboden

Insgesamt zwölf Saugroboter wurden einer eingehenden Prüfung unterzogen. Sowohl auf Teppich- wie auch Hartboden mussten die Maschinen ihr Können unter Beweis stellen. Es wurde getestet, wie gut die Saugroboter in Ecken kommen, wie viel Schmutz sie aufsaugen und wie gut sie Hindernisse umkurven können. Es wurde aber auch untersucht, wie sehr sie ihren Besitzer noch einspannen, beispielsweise zum Reinigen oder Bedienen.

Das Ergebnis, das die Stiftung in ihrer Zeitschrift «test» (Ausgabe 12/2020) mitteilt, ist eher ernüchternd: Viele Maschinen agieren nicht sehr gründlich, unauffällig und selbstständig. Vor allem die günstigen Modelle zeigen entweder auf Hart- oder Teppichboden Schwächen: Sie scheiterten oft daran, Staub aufzusaugen. Das Urteil der Tester: «Schwach für einen Sauger.»

Saugroboter: Teuer gleich gut

Besser schneiden hingegen die höherpreisigen Modelle ab, wie beispielsweise der Testsieger Roxxter Serie 6 von Bosch (800 Euro). Als einziger Saugroboter im Test erzielt er ein gutes Urteil auf Hartboden und ein sehr gutes auf Teppich.

Platz zwei sichert sich der Roomba i7158 von iRobot (500 Euro). Platz drei geht an das Modell Botvac Connected D7 von Neato (420 Euro). Beide saugen insbesondere auf Hartboden gut.

Auf Teppichboden können hingegen der Saugroboter 360 Heurist von Dyson (1000 Euro) sowie das Modell RX9.2 von AEG (700 Euro) punkten. Im Test erzielen beide aber nur ein befriedigendes Gesamtergebnis.

Der einzige preisgünstige Saugroboter, der die Tester überzeugen kann, ist der RoboVac 30C von Eufy für 270 Euro. Aber auch er saugt Staub nur dürftig auf. Er ist aber insgesamt leise und saugt gut.

© dpa-infocom, dpa:201117-99-363805/2

Stiftung Warentest - Saugroboter


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Zu den beliebtesten elektronischen Haushaltshilfen gehören mittlerweile Saugroboter. Sie können selbstständig putzen - brauchen aber dennoch Anweisungen von ihren Besitzern. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn Wenn der Roboter den Putzdienst übernimmt Saugen, fegen, mähen: Lästige Hausarbeit, für die man ungern Zeit aufbringt. Eine Hilfe können Roboter sein. Sie erkennen, was zu tun ist. Doch ohne Mensch kommt selbst das schlaueste Gerät nicht aus.
Der Saugroboter RX6 von AEG überwindet Erhebungen von bis zu 22 Millimetern. Foto: AEG/dpa-tmn Die Heinzelmännchen von heute: Neue Saugroboter auf der IFA Weniger lästiges Staubsaugen? Die Idee klingt verlockend. Saugroboter übernehmen die Grundreinigung und entfernen Haare und Wollmäuse. Doch die Technik hat eine Weile zur Reife gebraucht. Auf der IFA zeigen Hersteller nun eine neue Geräte-Generationen.
Ein Expertentipp: Vor dem Kauf testen, ob der Saugroboter Schwellen, wie vom Parkett auf einen Läufer, schafft. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Was macht einen guten Saugroboter aus? Vor dem Kauf eines Saugroboters ist ein Test im Fachgeschäft ratsam. Denn Faktoren wie die Saugleistung lassen sich nicht gut einschätzen. Was bei der Anschaffung noch wichtig ist.
Automatische Staubsauger-Roboter können Senioren Hausarbeit abnehmen. Ihre Programme sorgen dafür, dass sie regelmäßig den ganzen Raum abfahren. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn Schlaue Technik im Haus für Ältere Im Alter sind es oft die Kleinigkeiten, die das Leben im eigenen Haus erschweren. Zwar kommt man gut mit dem Rollator durch die Räume, aber Fenster gehen schwer auf oder die Lichtschalter liegen in ungünstigen Höhen. Hier erleichtern neue Technologien den Alltag.