Nützlinge fürs Beet: Chemischen Pflanzenschutz ersetzen

06.09.2016
Was haben Schlupfwespen und das Bakterium Bacillus thuringiensis gemeinsam? Sie gelten als Nützlinge, die dabei helfen, Schädlinge im Garten zu bekämpfen. Mit ihnen lassen sich die oft giftigen chemischen Pflanzenschutzmittel ersetzen.
An der Unterseite dieses Tomatenblattes wird die Schlupfwespe gezüchtet. Neben ihren dunklen Eiern sind viele Exemplare des Schädlings Weiße Fliege zu sehen, eine willkommene Nahrung für die Schlupfwespe. Foto: Patrick Pleul
An der Unterseite dieses Tomatenblattes wird die Schlupfwespe gezüchtet. Neben ihren dunklen Eiern sind viele Exemplare des Schädlings Weiße Fliege zu sehen, eine willkommene Nahrung für die Schlupfwespe. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa/tmn) - Chemische Pflanzenschutzmittel halten Schädlinge im Garten fern - doch ihr Einsatz kann sich negativ auf Mensch und Umwelt auswirken. Eine Alternative sind Nützlinge, die im professionellen Gartenbau schon lange zum Einsatz kommen, wie das Umweltbundesamt erklärt.

Schlupfwespen zum Beispiel helfen gegen Weiße Fliegen, Nematoden gegen Maulwurfsgrillen und das Bakterium Bacillus thuringiensis gegen Buchsbaumzünsler. Häufig kosteten Nützlinge nicht mehr als chemische Pflanzschutzmittel, und es bestünden keine Umwelt- und Gesundheitsgefahren durch falsche Anwendung der Produkte, so das Umweltbundesamt. Nützlinge werden auch durch einen naturnahen und abwechslungsreichen Garten angelockt - etwa mit Totholz, Blätterhaufen, Hecken, Trockenmauer und Teich.

Wer auf Chemie im Garten verzichten will, kann außerdem Pflanzen wählen, die auf natürliche Weise von Schädlingen gemieden werden. Schnecken zum Beispiel trauen sich nicht an Ringelblume, Bartnelke, Iris und Akelei, erklärt die Behörde. Und die Stabtomate Phantasia sei resistent gegen Kraut- und Braunfäule sowie Echten Mehltau.

Kostenlose Broschüre "Gartenlust statt Gartenfrust"

Internetportal "Pflanzenschutz im Garten"


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In einem stark durchnässten Boden gelingt es ihnen schlechter, Wurzeln zu bilden und diese auszubreiten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Nach Starkregen und Hochwasser: So gehen Hobbygärtner vor Bei Starkregen und Sturzfluten leidet auch der Gartenboden. Hobbygärtner sollten ihn dann erst mal nicht betreten. Denn in sehr feuchtem Zustand leidet sonst die Luftzufuhr. Und selbst wenn der Boden oberflächlich getrocknet ist, können zarte Sämlinge ersticken.
Rhododendren sind beliebte, aber anspruchsvolle Gewächse für den Hausgarten. Je nach Sorte erblühen sie im Frühling oder Sommer. Foto: Andrea Warnecke Züchtungen des Rhododendron wachsen auch in schweren Böden Rhododendren sind eigentlich immer grün und blühen kräftig. Das allerdings nur, wenn sie mit der richtigen Erde versorgt sind und an einem günstigen Platz stehen.
So sehen typische Birnenbäume nicht aus: Spalierobst lässt sich in vielen verschiedenen Wuchsformen erziehen. Foto: Isabelle van Groeningen Spalierobst in den Garten setzen Wer eigenes Obst ernten will, braucht dafür keinen großen Obstgarten. Spalierobst benötigt nur wenig Platz und kann dazu noch sehr dekorativ wirken. Der Herbst ist die ideale Zeit zum Anpflanzen.
Neuer Star der heimischen Küche: Das Stielmus, auch Kinsterfinken oder Rübstiel genannt, ist ein regionaltypisches Gemüse aus Westfalen. Foto: Bernd Thissen Stielmus schon im Winter im Gewächshaus säen Westfalen kennen das Rübenkraut, dessen Name vielen Deutschen nichts sagt: Stielmus. Die Pflanze sollte schon während des Winters gesät werden und gut mit Nährstoffen versorgt werden. Außerdem muss die sogenannte Fruchtfolge beachtet werden.