Mit neuer Photovoltaikanlage nicht zu lange warten

08.08.2019
Noch lohnt sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage. Doch schon bald könnte die Förderung für Solarstrom enden. Womit private Betreiber rechnen müssen.
Für die Einspeisung von Strom aus Solarmodulen ins Stromnetz erhalten Haushalte eine Vergütung. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn
Für die Einspeisung von Strom aus Solarmodulen ins Stromnetz erhalten Haushalte eine Vergütung. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Solarstrom ist fast CO2-frei - und mit einer eigenen Anlage auf dem Dach sparen Haushalte die Bezugskosten für Strom. Bislang fördert der Bund die Installationen zusätzlich. Doch voraussichtlich endet die Einspeisevergütung in ihrer bisherigen Form im kommenden Jahr. Darauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hin.

Die Fördersätze für Solarstrom sind bereits mehrfach gesenkt worden. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz ist für geförderte Photovoltaik ein deutschlandweites Ziel von 52 Gigawatt vorgesehen. Je mehr Anlagen in einem bestimmten Zeitraum errichtet werden, desto geringer ist die Vergütung für diese Installationen. Die Einspeisevergütung sinkt zusätzlich stufenweise.

Ist das Ziel von 52 Gigawatt erreicht, wird für neue Anlagen gar keine Förderung mehr ausgezahlt. Die Beobachter des vzbv rechnen damit, dass dies 2020 geschieht. Eine Anschlussregelung sei bisher noch nicht getroffen worden. Wer eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb nehmen wolle, solle dementsprechend nicht zu lange warten, raten die Experten. Derzeit betrage die jährliche Einspeisevergütung bei einer Stromproduktion von 3600 Kilowattstunden pro Jahr und 70 Prozent Einspeisung 250 Euro.

Bundesregierung: Fragen und Antworten zum Erneuerbare-Energien-Gesetz


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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