Mietvertragsschluss auch per E-Mail möglich

07.12.2015
Ein unterschriebener, eingescannter und per E-Mail versendeter Mietvertrag kann zum Abschluss bereits ausreichen. Allerdings nicht automatisch. Es kommt auf die Absprache an.
Nur wenn es ausdrücklich vereinbart wurde, muss der Mietvertrag dem Vermieter zum Abschluss im Original vorliegen. Foto: Jens Schierenbeck
Nur wenn es ausdrücklich vereinbart wurde, muss der Mietvertrag dem Vermieter zum Abschluss im Original vorliegen. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin (dpa/tmn) - Grundsätzlich bedarf der Abschluss eines Mietvertrages keiner bestimmten Form. Er kann also sowohl schriftlich als auch mündlich geschlossen werden. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Es reicht auch aus, wenn der Vertrag unterschrieben und eingescannt wird und dann per E-Mail geschickt wird. Wenn die Vertragsparteien jedoch ausdrücklich die Schriftform vereinbart haben, kommt ein Vertrag nur zustande, wenn der Mietvertrag von beiden Seiten eigenhändig unterschrieben wird und im Original vorliegt.

In diesen Fällen kann der Mieter zwar durch eine E-Mail mit einem unterschriebenen Vertrag im Anhang dem Vermieter signalisieren, dass er den Vertrag unterschrieben hat. Wirksam kann die Vereinbarung aber erst werden, wenn das unterschriebene Original dem Vermieter vorliegt. Empfehlenswert ist es, dass beide Seiten zwei Originale unterschreiben. So kann ein Exemplar beim Mieter und eines beim Vermieter verbleiben.

Bei Zeitmietverträgen muss der Vermieter dem Mieter bei Vertragsschluss in Schriftform den Befristungsgrund mitteilen. Sollte diese Form nicht eingehalten werden, dann gilt der Vertrag als unbefristet geschlossen. Alternativ kann jedoch auch die elektronische Form gewählt werden. Hierfür muss die Mitteilung aber mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein. Eine einfache E-Mail reicht nicht aus.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Auf der Suche nach der passenden Immobilie kommt es nicht allein auf die Lage an. Auch Kriterien wie Infrastruktur, Lebensqualität und Arbeit spielen eine Rolle. Foto: Wolfram Steinberg/dpa/dpa-tmn Lila-Lage: Auf der Suche nach dem passenden Zuhause Lage, Lage und nochmals Lage. So hieß lange Zeit das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Immobilie. Profis ziehen manchmal ein Scoringmodell heran, das den allgemeinen Begriff Lage stärker differenziert. Wie gute Lage dabei aussieht? Lila.
Gerade ältere Menschen müssen die Finanzierung einer Immobilie genau planen. Denn in der Regel haben sie weniger Zeit den Baukredit abzubezahlen. Foto: Christin Klose Worauf es bei der Baufinanzierung im Alter ankommt Immobilien sind nicht nur etwas für junge Käufer. Auch mit 50 oder 60 Jahren kann man sich den Traum von den eigenen vier Wänden noch erfüllen. Die Finanzierung muss aber passen.
Crowdfunding-Plattformen bringen private Anleger, den Schwarm, zusammen, um damit eine Immobilien zu finanzieren. Foto: Andrea Warnecke Immobilien im Schwarm finanzieren – Crowdinvesting Rund 1000 Euro investieren, vom Immobilienboom profitieren und kräftig Zinsen kassieren. Das klingt gut. Crowdfunding-Plattformen im Internet machen es möglich. Das Geschäft ist für Anleger aber nicht risikolos.
Vor einer Versteigerung, gibt es meist mehrere Besichtigungstermine. Interessenten sollten sich hier einen Eindruck von der Immobilie verschaffen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Zum ersten, zum zweiten - Immobilienkauf per Auktion Zum ersten, zum zweiten, 250.000 Euro für Nummer 10 - und schon hat die Wohnung einen neuen Eigentümer. Im engen Markt sind Immobilienauktionen eine Möglichkeit, abseits der üblichen Pfade ein gutes Objekt zu ergattern. Was es dabei zu beachten gibt.