Mieter hat keinen Anspruch auf Küchenausstattung

13.04.2016
Mieter können keine voll ausgestattete Küche verlangen. In manchen Fällen ist jedoch bereits Küchenmobiliar vorhanden. Wer es gegen eine eigene Einrichtung austauschen möchte, ist für eine schadlose Lagerung der alten Möbel und Geräte verantwortlich.
Mieter haben grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Einbauküche. Wer eine vorhandene Einrichtung durch eigene Möbel ersetzt, muss die alten sicher verwahren. Foto: Alberto Fanego
Mieter haben grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Einbauküche. Wer eine vorhandene Einrichtung durch eigene Möbel ersetzt, muss die alten sicher verwahren. Foto: Alberto Fanego

Berlin (dpa/tmn) - Vermieter müssen in der Regel keine Küchenausstattung stellen. Weder eine Einbauküche noch Herd und Spüle sind generell Pflicht.

Zwar wird eine Küchenausstattung in einigen Regionen wie Berlin als Merkmal im Mietspiegel aufgeführt. «Doch grundsätzlich haben Mieter keinen Anspruch auf eine komplett ausgestattete Küche», erklärt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. «Lediglich die Anschlüsse, also Wasser, Strom und eventuell Gas, muss der Vermieter zur Verfügung stellen.»

Hat der Vermieter eine Einbauküche oder einen Herd und eine Spüle mitvermietet, muss der Mieter dieses Mobiliar pfleglich behandeln. «Sie müssen darauf achten, dass keine größeren Schäden entstehen», erklärt Happ. Das gilt auch, wenn Mieter die Küche des Vermieters gegen eine eigene austauschen. Wird die ursprüngliche Kücheneinrichtung ausgelagert, dürfen die Gegenstände zum Beispiel nicht im feuchten Keller gelagert werden. Für so entstandene Schäden müssen im Zweifel die Mieter aufkommen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Verkaufen zum Höchstpreis: Für Immobilienbesitzer kann sich das Bieterverfahren auszahlen. Allerdings gibt es auch einige Haken. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa Nicht um jeden Preis - Bieterverfahren beim Immobilienkauf Das Bieterverfahren ist eine Möglichkeit, Immobilien gut zu verkaufen, denn großes Interesse treibt den Preis nach oben. Das Spiel funktioniert aber nicht überall und hat auch Nachteile - sowohl für Eigentümer als auch für Kaufinteressenten.
Eigentumswohnungen sind bei vielen beliebt. Um die Nutzung kann allerdings schnell Streit entstehen, denn geht es ums ihr Eigentum reagieren Bewohner mitunter empfindlich. Foto: Andrea Warnecke Wenn Wohnungseigentümer in Streit geraten Endlich etwas eigens. Nie mehr Miete zahlen. Für viele erfüllt sich mit einer Eigentumswohnung der Traum von der eigenen Immobilie. Aber wer glaubt, in seinen vier Wänden nun alles machen zu dürfen, der irrt.
Neubautgebiete in Berlin, wie hier am Gleisdreieck-Park, sind für potenzielle Käufer interessant: Beim Kauf einer Immobilie ist meist die Lage wichtiger als die Wertsteigerung. Foto: Andrea Warnecke Wertsteigerung ist nicht alles beim Immobilienkauf Der Immobilienmarkt boomt. Angesichts hoher Preise soll oft das Argument künftiger Wertsteigerung Verbraucher zum Kauf einer Immobilie bewegen. Doch Vorsicht: Solche Prognosen bilden eine relativ unsichere Basis für eine Kaufentscheidung.
Vor einer Versteigerung, gibt es meist mehrere Besichtigungstermine. Interessenten sollten sich hier einen Eindruck von der Immobilie verschaffen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Zum ersten, zum zweiten - Immobilienkauf per Auktion Zum ersten, zum zweiten, 250.000 Euro für Nummer 10 - und schon hat die Wohnung einen neuen Eigentümer. Im engen Markt sind Immobilienauktionen eine Möglichkeit, abseits der üblichen Pfade ein gutes Objekt zu ergattern. Was es dabei zu beachten gibt.