Maklervertrag kann mündlich geschlossen werden

25.08.2020
Eine Immobilie zu verkaufen ist Arbeit. Deshalb wenden sich viele Verkäufer an einen Makler. Den Vertrag sollten beide Seiten besser schriftlich schließen. Das kann später Ärger ersparen.
Wer einen Makler mit dem Verkauf seiner Immobilie beauftragt, sollte einen schriftlichen Vertrag schließen. Das erspart später Ärger. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer einen Makler mit dem Verkauf seiner Immobilie beauftragt, sollte einen schriftlichen Vertrag schließen. Das erspart später Ärger. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wer seine Immobilie verkaufen will, beauftragt damit oft einen Makler. Damit es keine Unklarheiten gibt, sollten Verkäufer und Makler einen Vertrag schließen. Ein solcher Vertrag ist auch eine der Voraussetzungen für den Provisionsanspruch des Maklers.

Gut zu wissen: Maklerverträge bedürfen keiner bestimmten Form, heißt es in dem aktuellen Ratgeber «Meine Immobilie erfolgreich verkaufen» der Stiftung Warentest. Ein Vertrag kann also auch mündlich zustande kommen. Besser ist es aber, einen schriftlichen Vertrag zu schließen.

Geregelt werden sollten in dem Vertrag unter anderem der Beginn und die Laufzeit und die Möglichkeiten zur Kündigung oder Verlängerung. Auch die Höhe der zu zahlenden Maklerprovision beim Abschluss des notariellen Kaufvertrags sollte vertraglich geregelt werden.

Bei einem Alleinauftrag sollte der Ausschluss von anderen Maklern festgeschrieben werden. Alternativ kann aber auch eine Option von mehreren, zeitlich nebeneinander bestehenden Maklerverträgen aufgenommen werden.

Wichtig zu beachten: Der Alleinauftrag muss zeitlich befristet werden und darf nicht länger als ein Jahr dauern. Danach muss ein neuer Vertrag abgeschlossen werden. Ein qualifizierter Alleinauftrag kann nur individuell vereinbart werden. Ein Formularvertrag ist nicht zulässig.

© dpa-infocom, dpa:200825-99-304037/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Immobilien-Preise steigen seit Jahren. Damit das Eigenheim kein Verlustgeschäft wird, müssen sich Eigentümer schon beim Kauf auf sinkende Immobilienpreise einstellen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Sinkende Immobilienpreise? - Worauf Käufer achten sollten Niedrige Zinsen machen Immobilien attraktiv. Aber was, wenn die Zinsen steigen und damit auch die Nachfrage? Auf sinkende Immobilienpreise müssen Eigentümer sich schon beim Kauf einstellen. Sonst kann das Eigenheim ein Verlustgeschäft werden.
Die Baufinanzierung sollte nicht zu knapp geplant werden. Das kann Käufern bei der Anschlussfinanzierung auf die Füße fallen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Baudarlehen in unsicheren Zeiten Normalerweise achtet jeder Kreditnehmer auf niedrige Zinsen. In der aktuellen Situation sind sie jedoch nur ein Aspekt, den angehende Immobilienbesitzer berücksichtigen sollten.
Neubautgebiete in Berlin, wie hier am Gleisdreieck-Park, sind für potenzielle Käufer interessant: Beim Kauf einer Immobilie ist meist die Lage wichtiger als die Wertsteigerung. Foto: Andrea Warnecke Wertsteigerung ist nicht alles beim Immobilienkauf Der Immobilienmarkt boomt. Angesichts hoher Preise soll oft das Argument künftiger Wertsteigerung Verbraucher zum Kauf einer Immobilie bewegen. Doch Vorsicht: Solche Prognosen bilden eine relativ unsichere Basis für eine Kaufentscheidung.
Das Immobiliendarlehen richtig abschließen: Die Zinsbindung hängt auch von den individuellen Bedürfnissen des Kreditnehmers nach Sicherheit und Flexibilität ab. Foto: Bodo Marks Immobilienfinanzierung - Richtige Zinsbindung wählen Bei der Finanzierung von Häusern und Eigentumswohnungen haben Verbraucher die Qual der Wahl: Ob für sie 10, 15, 20 oder sogar 40 Jahre Zinsbindung sinnvoll sind, hängt von den individuellen Bedürfnissen des Kreditnehmers nach Sicherheit und Flexibilität ab.