KfW-Kredit für moderne Heizung schwer zu bekommen

16.02.2021
Wer einen staatlichen Förderkredit will, um im Sinne des Klimaschutzes Fenster oder Heizung zu sanieren, bekommt oft eine Absage. Das zeigt ein Praxistest der Zeitschrift «Finanztest».
Eine energiesparende Heizung wird eigentlich gefördert. Oft sind die KfW-Kredite aber nicht zu bekommen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn
Eine energiesparende Heizung wird eigentlich gefördert. Oft sind die KfW-Kredite aber nicht zu bekommen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Eine alte Ölheizung durch eine effiziente Pelletheizung ersetzen? Eigentlich bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für so etwas einen Kredit.

Der Knackpunkt allerdings: Zuständig ist ein durchleitendes Finanzinstitut, also eine Bank, Sparkasse oder Versicherung. Genau die sind aber meist nicht bereit, einen solchen Förderkredit zu vergeben, heißt es in der Zeitschrift «Finanztest» (Ausgabe 3/2021).

Das liegt oft an Mindestkreditsummen. Sprich: der Aufwand ist den Geldinstituten häufig zu groß, die Provision zu klein. Sanierungswillige fragen am besten konkret bei Banken nach, ob und mit welchen Mindestsummen es einen KfW-Kredit gibt. «Finanztest» bietet im Internet eine Auflistung.

In manchen Bundesländern gibt es zudem die Möglichkeit, den Kredit über Landesförderinstitute zu beantragen. Das gilt für Menschen, die in dem betreffenden Bundesland wohnen. Folgende Institute vermitteln laut «Finanztest» KfW-Kredite: die Bremer Aufbau-Bank, die Hamburgische Investitions- und Förderbank, die Landeskreditbank Baden-Württemberg, sowie die Investitionsbanken des Landes Brandenburg, von Berlin und Schleswig-Holstein.

Außerdem kann alternativ zum Kredit ein Zuschuss beantragt werden. Das geht ohne Umweg über die Hausbank und soll ab Mitte des Jahres für alle Sanierungsmaßnahmen direkt möglich sein beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

© dpa-infocom, dpa:210215-99-454096/3

Test der Stiftung Warentest, z. T. kostenpflichtig

Stiftung Warentest: Auflistung Banken


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wo anfangen bei einer energetischen Sanierung? Bietet es sich etwa an, zuerst die Kellerdecke zu dämmen? Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Die energetische Sanierung umsetzen Wo anfangen? Und wo lässt sich noch eine Weile warten, bis wieder Geld angespart wurde? Vielen Hausbesitzern droht die energetische Sanierung - die Heizung ist alt, die Fenster undicht, die Fassadendämmung reicht nicht aus. In welcher Reihenfolge wird all das am besten umgesetzt?
Der Bau von energieeffizienten Häusern wird 2021 neu gefördert. Für Bauherren und Eigentümer wird es insgesamt einfacher. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn Förderungen für Bauherren und Eigentümer Eine Immobilie kann ins Geld gehen - bei Anschaffung und Unterhalt. Für Kauf und Sanierung gibt es aber Förderungen. Energetische Maßnahmen werden ab 2021 neu aufgestellt.
Egal ob Neubau oder Sanierung: Der Staat fördert Immobilieneigentümer mit zahlreichen Porgrammen. Foto: Hauke-Christian Dittrich Welche Förderung gibt es 2019 für Hausbau und Sanierung? Immobilienbesitzer haben viele Möglichkeiten, ihr Haus mit Geld aus der Staatskasse auf Vordermann zu bringen. Auch wer Wohneigentum bauen oder kaufen will, bekommt 2019 wieder Zuschüsse.
Ein durchdachter Heizungsaustausch, noch dazu wenn man den Energieträger wechseln will, braucht eine Planungsphase. Der Handwerker kommt auch zu Beratungsgesprächen. Foto: ZVSHK/dpa-tmn Sanierungsstau im Heizungskeller - Gründe für den Austausch Warum etwas wegwerfen, was noch gut funktioniert? In der Regel tauschen Hausbesitzer nur kaputte Heizungen aus. Politik, Wirtschaft sowie Energie- und Klimaexperten wurmt das. Wer aber Geld für so eine Investition ansparen muss, fragt sich: Wo ist das Problem?