Keller im Neubau erst nach acht Wochen ausbauen

16.06.2020
Bauherren legen gerne auch selbst Hand an, um zu sparen. Beim Kellerausbau sollten sie sich bei aller Begeisterung aber nicht zu sehr beeilen. Sonst drohen Bauschäden.
Der Ausbau des Kellers im Neubau sollte erst nach etwas Wartezeit erledigt werden. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn
Der Ausbau des Kellers im Neubau sollte erst nach etwas Wartezeit erledigt werden. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

Bad Honnef (dpa/tmn) - Wer den Keller seines neuen Eigenheims direkt zum Wohnraum ausbauen möchte, muss eine Trocknungszeit abwarten. Wie lang die ist, hängt etwa von der Jahreszeit und der Witterung ab. Acht Wochen nach Fertigstellung des Rohbaus sollten Bauherren aber mindestens abwarten, rät die Gütegemeinschaft Fertigkeller.

Und im Zweifelsfall sollte man auf jeden Fall etwas länger warten, betonen die Experten. Da durch den Hausbau noch Feuchtigkeit im Gemäuer steckt, kann es im Keller sonst zu Stockflecken und Schimmelbildung kommen, eventuell sogar zu Schäden an der Bausubstanz.

Darüber hinaus sollte beim Innenausbau selbst neu entstehende Feuchtigkeit - etwa durch das Tapezieren von Wänden oder das Fliesen von Böden und Wänden - gut weggelüftet werden. Feuchtigkeitsempfindliche Gegenstände wie Umzugskartons und alte Möbel sollten während der Wartezeit auch besser noch nicht im Keller stehen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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