Keine Entwarnung trotz trockener Wand

01.10.2019
Eine feuchte Wand oder Decke kann viele Ursachen haben - Betroffene sollten diese abklären und das Problem nicht auf die leichte Schulter nehmen. Auch wenn die Stelle scheinbar wieder trocken ist.
Feuchtigkeitsschäden können innerhalb kurzer Zeit viel größer werden. Foto: Isabelle Modler/dpa-tmn
Feuchtigkeitsschäden können innerhalb kurzer Zeit viel größer werden. Foto: Isabelle Modler/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Plötzlich ist die Wand feucht, ein unschöner Fleck bildet sich - und kurz danach ist die Stelle wieder trocken. Das ist kein Grund für Entwarnung.

Betroffene sollten die Ursache dafür rasch abklären, rät der Verband Privater Bauherren. Selten erledigt sich das Thema von alleine und bleibt ein einmaliger Vorgang.

Meist sind die Schäden zunächst klein - und können innerhalb kurzer Zeit zu einem erheblichen Ausmaß anwachsen. Denn dahinter steckt häufig ein größeres Problem: zum Beispiel Feuchteflecken, die Folgeschäden verursachen und teuer werden können. So kann sich hinter der Wand oder Decke etwa im Verborgenen Schimmel bilden.

Außerdem kann die Feuchtigkeit immer wieder auftreten. Beispielsweise wenn durch einen kaputten Dachziegel Regen eindringt und sich bei der nächsten Gelegenheit denselben Weg bahnt. Oder wenn das Wasser immer wieder aus einer defekten Leitung kommt.

So oder so sollten Betroffene die Ursachen rasch abklären - auch weil Bauherren aus Versicherungsgründen dafür sorgen müssen, dass sich der Schaden nicht weiter ausdehnt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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