Immobilienkauf: Tipps für die Zwangsversteigerung

20.06.2016
Wer ein Haus oder Grundstück kaufen will, steht in der Regel vor vielen Finanzierungsfragen. Eine Zwangsversteigerung scheint da eine gute Alternative. Doch vorab sollten Kaufinteressenten das Objekt genau unter die Lupe nehmen.
Unter dem Hammer: Wer erwägt, bei einer Zwangsversteigerung eine Immobilie zu erwerben, sollte vorher die Unterlagen genau durchgehen. Foto: Mascha Brichta
Unter dem Hammer: Wer erwägt, bei einer Zwangsversteigerung eine Immobilie zu erwerben, sollte vorher die Unterlagen genau durchgehen. Foto: Mascha Brichta

Berlin (dpa/tmn) - Eine Zwangsversteigerung stellen sich manche als Chance vor, günstig an eine Immobilie zu kommen. Doch Interessenten sollten die Unterlagen vorher sehr genau prüfen.

Im Grundbuch und im Baulastenverzeichnis können sie etwa kontrollieren, welche Wohnrechte und Schulden auf der Immobilie liegen - dann gibt es später keine böse Überraschung. Die Dokumente können Interessenten über das Gericht einsehen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB).

Wollen Interessenten den Wert des Hauses realistisch einschätzen, sollten sie die Immobilie ausgiebig besichtigen - und zwar innen und außen. Ob mögliche Sanierungskosten anfallen, kann ein unabhängiger Sachverständiger beurteilen, wenn er den Zustand des Hauses sieht.

Auch Personen, die nur am Grundstück interessiert sind, sollten sich gut vorbereiten. Also vorher erkundigen, ob sie die Immobilie abreißen können. Auch Auflagen für den Neubau sowie Abstandsgrenzen zum Nachbarhaus sollte man vor der Versteigerung prüfen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Immobilien-Preise steigen seit Jahren. Damit das Eigenheim kein Verlustgeschäft wird, müssen sich Eigentümer schon beim Kauf auf sinkende Immobilienpreise einstellen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Sinkende Immobilienpreise? - Worauf Käufer achten sollten Niedrige Zinsen machen Immobilien attraktiv. Aber was, wenn die Zinsen steigen und damit auch die Nachfrage? Auf sinkende Immobilienpreise müssen Eigentümer sich schon beim Kauf einstellen. Sonst kann das Eigenheim ein Verlustgeschäft werden.
Das Immobiliendarlehen richtig abschließen: Die Zinsbindung hängt auch von den individuellen Bedürfnissen des Kreditnehmers nach Sicherheit und Flexibilität ab. Foto: Bodo Marks Immobilienfinanzierung - Richtige Zinsbindung wählen Bei der Finanzierung von Häusern und Eigentumswohnungen haben Verbraucher die Qual der Wahl: Ob für sie 10, 15, 20 oder sogar 40 Jahre Zinsbindung sinnvoll sind, hängt von den individuellen Bedürfnissen des Kreditnehmers nach Sicherheit und Flexibilität ab.
Die Baufinanzierung sollte nicht zu knapp geplant werden. Das kann Käufern bei der Anschlussfinanzierung auf die Füße fallen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Baudarlehen in unsicheren Zeiten Normalerweise achtet jeder Kreditnehmer auf niedrige Zinsen. In der aktuellen Situation sind sie jedoch nur ein Aspekt, den angehende Immobilienbesitzer berücksichtigen sollten.
Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind derzeit so günstig, dass sich ein Immobilienkauf lohnen kann. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Wie viel Immobilien kosten dürfen Der deutsche Immobilienmarkt boomt. In einigen Ballungszentren wird Eigentum für viele mittlerweile unerschwinglich. Entwickelt sich da eine Immobilienblase? Welcher Preis ist für eine Wohnung oder ein Haus überhaupt angemessen?