Ikea kauft demnächst bundesweit gebrauchte Möbel zurück

08.07.2019
Ein Beitrag zum Umweltschutz und gegen die Wegwerfgesellschaft kann man ab dem 15. Juli bei Ikea leisten. Gebrauchte Möbel, die nicht mehr gefallen, können dann gegen eine Guthabenkarte zurückgegeben werden.
Werkzeuge zum Montieren eines Ikea Kleiderschrankes liegen auf einer Schublade. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Werkzeuge zum Montieren eines Ikea Kleiderschrankes liegen auf einer Schublade. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Hofheim am Taunus (dpa) - Ikea-Kunden können künftig an allen Standorten in Deutschland gebrauchte Möbel zurückgeben und bekommen dafür eine Guthabenkarte.

Das Einrichtungshaus teilte jetzt mit, dass das sogenannte Zweite-Chance-Programm ab dem 15. Juli bundesweit ausgerollt werde. Ein seit September laufender Rückkauf-Test in fünf Häusern sei gut verlaufen. Die Second-Hand-Möbel werden zusammen mit Ausstellungstücken und Retouren in der «Fundgrube» weiterverkauft.

Für den Rückkauf akzeptiert Ikea nur Möbel in gutem Zustand. Kunden können über die Website prüfen, ob ihr Artikel in Frage kommt und welchen Preis sie erwarten können. In der Fundgrube sind die Möbel laut Unternehmen zum Rückkaufpreis plus Mehrwertsteuer erhältlich.

Beim Test seien vor allem Klassiker wie das Billy-Regal, Kommoden und Kleinmöbel wie Stühle beliebt gewesen. Die meisten Produkte hätten innerhalb von zwei Tagen einen neuen Besitzer gefunden. Besonders groß sei das Interesse in Berlin gewesen. Wie viele Möbel während der Testphase zurückgekauft wurden, gab das Unternehmen nicht preis.

Ikea Zweite Chance


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ikea verschärft sein Rückgaberecht. Das Kaufhaus nimmt die Artikel nur noch neu und unbenutzt an. Foto: Daniel Reinhardt Ikea verschärft sein Rückgaberecht weiter Früher konnten Ikea-Kunden jederzeit die gekaufte Ware zurückgeben. Erst kürzlich setzte der schwedische Modehändler eine Frist für den Umtausch fest. Jetzt müssen Verbraucher eine weitere Einschränkung beachten.
Immer mehr Menschen kaufen auch ihre Möbel im Internet. Die Möbelhändler reagieren darauf. Foto: Ina Fassbender Deutsche kaufen Möbel zunehmend online Noch dominieren Branchengrößen wie Ikea, XXL Lutz oder Höffner den Möbelhandel. Doch inzwischen werden auch Sessel und Kleiderschränke immer öfter im Internet gekauft. Dem kann sich selbst der Marktführer nicht entziehen.
Das Berliner Unternehmen Sitzfeldt hat sich auf Polstermöbel aus Designer-Händen spezialisert. Das Sofa Sky des Designers Steffen Kehrle kostet hier ca. 1.099 Euro. Foto: Sitzfeldt eCommerce verändert den Designmarkt für Möbel Onlinemarken und neue chinesische Hersteller verändern derzeit den Markt für hochwertiges Möbeldesign. Ihre Preise liegen deutlich unter denen der traditionellen Marken.
Matratzen werden nicht nur im stationären Fachgeschäft verkauft. Start-ups wie Emma oder Casper bieten ihre Ware online an. Foto: Wolfgang Kumm Branchen-Newcomer mischen deutschen Matratzenhandel auf Matratzen-Start-ups konnten sich in wenigen Jahren einen beachtlichen Marktanteil in Deutschland erarbeiten. Sogar Hollywood-Schauspieler wie Leonardo DiCaprio oder Toby Maguire investieren ins Geschäft. Aber wie sieht es bei Online-Händlern etwa mit der Beratung aus?