Heimwerker brauchen sie: Schnellspannzwingen im Test

07.01.2022
Die Zeitschrift «Selbst ist der Mann» und das VPA Prüfinstitut haben Schnellspannzwingen einem Praxistest unterzogen. Mit guten Ergebnissen: Sogar die schlechtesten im Testfeld sind brauchbar.
Die Zeitschrift «Selbst ist der Mann» und das VPA Prüfinstitut haben Schnellspannzwingen einem Praxistest unterzogen. Foto: Michael Müller-Münker/selbst ist der Mann/dpa-tmn
Die Zeitschrift «Selbst ist der Mann» und das VPA Prüfinstitut haben Schnellspannzwingen einem Praxistest unterzogen. Foto: Michael Müller-Münker/selbst ist der Mann/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Schnellspannzwingen - so etwas benötigt eigentlich jeder Heimwerker und jede Heimwerkerin, sagt Peter Baruschke von der Zeitschrift «Selbst ist der Mann». Die Zwingen fixieren beim Verleimen oder Montieren zwei Teile oder sie spreizen sie zum Bearbeiten auseinander.

Anders als Schraubzwingen kann man sie in der Regel mit nur einer Hand benutzen. Ein weiterer Vorteil: Der Druck beim Pressen ist bei einer Schnellspannzwinge besser dosierbar und die Klemmkraft lässt sich durch Knopfdruck schnell wieder abbauen. Ihr Nachteil ist ein geringerer Pressdruck, was bei den üblichen Arbeiten für Schnellspannzwingen - das Verleimen von Holz - aber nichts ausmache, so die Zeitschrift «Selbst ist der Mann.»

Sogar befriedigend ist gut

Diese hat gemeinsam mit dem VPA Prüfinstitut elf Modelle einem Praxistest unterzogen (Ausgabe Februar 2022). «Das Testfeld war recht gut, vier Produkte sind sogar sehr gut», sagt Peter Baruschke. «Es gibt zwar ein paar Billigheimer, die nur befriedigend arbeiten, aber auch sie sind zu gebrauchen.»

Denn die Unterschiede stecken im Detail: Die günstigeren Modelle im Testfeld, die am Ende der Bewertungsskala gelandet sind, bieten weniger Ergonomie. Außerdem muss man beim Spannen größerer Werkstücke und bei der Haltekraft mit Abstrichen rechnen.

Große Spannbacken und tief sitzendes oberes Pad

Baruschke rät für den Kauf solcher Schnellspannzwingen auf große Spannbacken zu achten, damit das Werkstück von diesen nicht eingedrückt wird. «Ansonsten muss man sich behelfen und einen Holzklotz als Zulage unterlegen». Oder man muss mehrere Zwingen nutzen, um den Druck besser zu verteilen. Außerdem lassen sich die Zwingen mit kleinen Backen leichter verdrehen, was beim passgenauen Verkleben ein Nachteil ist.

An manchen Produkten ist die obere Backe auch recht hoch geformt. «Damit sind sie etwas sperrig. Und es kann schwierig werden, sie an manchen Möbelstücken zu fixieren», erklärt Baruschke. «Man sollte im Handel ausprobieren, wie weit komme ich damit in ein Werkstück rein.» Dabei kann man auch ausprobieren, ob man mit den Griffbügeln klar kommt. Für manche Hände sind sie zu kurz oder ungünstig geformt.

Testsieger mit jeweils der Note «sehr gut» sind die Pro 65/300mm von Wolfcraft, EZS 30-8 von Bessey, Pro 100/300mm von Wolfcraft und das Modell 6402110 von Industrial (Eigenmarke Hornbach).

© dpa-infocom, dpa:220106-99-614087/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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