Geld sparen beim Renovieren: Vorsortieren von Bauschutt

25.05.2016
Sparen hängt meistens mit etwas mehr Aufwand zusammen. So auch bei Renovierungen am Haus. Wer seinen Bauschutt nicht einfach in einen Container wirft, sondern den Abfall grob vorsortiert, zahlt einiges weniger für die Entsorgung.
Wer bei einer Renovierung den Bauschutt nicht einfach nur in den Container wirft, sondern ihn vorsortiert, spart Geld. (Archivbild vom 13.05.2012/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Andrea Warnecke
Wer bei einer Renovierung den Bauschutt nicht einfach nur in den Container wirft, sondern ihn vorsortiert, spart Geld. (Archivbild vom 13.05.2012/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Andrea Warnecke

Duisburg (dpa/tmn) - Wer seinen Bauschutt trennt, spart Geld. So macht es unter Umständen auch schon bei kleineren Renovierungsmaßnahmen Sinn, mehrere Container statt eines einzelnen aufzustellen. Sonst müssen die Abfälle nachträglich auf dem Bau- und Wertstoffhof in speziellen Anlagen sortiert werden.

Geht das etwa bei starker Verschmutzung nicht, kommt die Müllverbrennungsanlage zum Einsatz - vor allem das kann teuer werden. «Mit einer Tonne Müll landet man da leicht im dreistelligen Bereich», sagt Berthold Heuser, Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe in Duisburg. Zum Vergleich: Die Abgabe einer Tonne sauber getrennter Bauschutt kostet rund 10 bis 15 Euro.

Die optimale Trennung sieht grob so aus: «Was hinter der Tapete ist, sind mineralische Baustoffe», sagt Heuser: also Mauersteine, Ziegel, Putz oder Betonstücke. Davon lassen sich organische Materialien wie Holz sowie Metalle, Kabel und Plastik unterschieden. Möglicherweise Schadstoffhaltiges wie Farben, Lacke oder Dämmstoffe gehören auf den gemischten Container und werden auf Wertstoffhöfen in entsprechenden Annahmeanlagen gesammelt.

Wichtig: Die Bestimmungen zur Bauschuttentsorgung können örtlich unterschiedlich sein. Man sollte Detailfragen idealerweise immer noch vorab klären. «Wer sich nicht sicher ist, was wohin gehört, packt alles auf einen Hänger und fragt am besten den Containerdienst», rät Heuser. Die Unternehmen geben außerdem oft Hinweisblätter mit Entsorgungsregelungen aus. Auch die Abfallberatung, die Abfallwirtschafts- sowie Umweltämter der Städte und Gemeinden helfen mit Informationen.

Um bei Großprojekten wie einem Hausabriss Geld zu sparen, lohnt sich etwas mehr Arbeitsaufwand - um so möglichst wenig Abfall entstehen zu lassen. «Man sollte sich zu Beginn Gedanken machen, ob man nicht einzelne Bauteile wie Fenster und Türen so ausbauen kann, dass man sie später wieder verwerten kann», empfiehlt Stefan Schmidmeyer, Geschäftsführer des Fachverbandes Mineralik im Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) in Bonn.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Zinsen für Immobilienkredite und die Preise für Häuser steigen, bei der Baufinanzierung sollten Käufer und Bauherren also genau planen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Was tun, wenn die Kreditzinsen weiter steigen? Keine Frage: Die Preise steigen - etwa für Waren und Rohstoffe. Auch Immobilienkredite sind inzwischen teurer geworden. Stellt sich die Frage: Was bedeutet das für Käufer und ihre Haus-Finanzierung?
Crowdfunding-Plattformen bringen private Anleger, den Schwarm, zusammen, um damit eine Immobilien zu finanzieren. Foto: Andrea Warnecke Immobilien im Schwarm finanzieren – Crowdinvesting Rund 1000 Euro investieren, vom Immobilienboom profitieren und kräftig Zinsen kassieren. Das klingt gut. Crowdfunding-Plattformen im Internet machen es möglich. Das Geschäft ist für Anleger aber nicht risikolos.
Wer sein Haus zum Verkauf stellt, sollte wissen, wie viel die Immobilie wert ist. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn Lage und Ausstattung bestimmen Immobilienpreis Das eigene Zuhause ist gefühlt besonders teuer: Es hat Arbeit gemacht, Erinnerungen sind damit verbunden. Aber wie viel ist die Immobilie anderen wert? Manches können Besitzer selbst herausfinden.
Wer eine Immobilie kauft oder mietet, hat ein Anrecht, den Energieausweis des Gebäudes zu sehen. Foto: Franziska Gabbert Je grüner, desto sparsamer: Was der Energieausweis verrät Im Prinzip soll es einfach sein: Die Heizkosten in Häusern im grünen Bereich des Energieausweises sind geringer, im roten Bereich sind die Kosten höher. Und doch verwirren die Inhalte des Dokuments viele. Das liegt daran, dass es verschiedene Ausweisvarianten gibt.