Für Pflanzen-Überwinterung im Hausflur Genehmigung holen

17.12.2018
Seine Pflanzen einfach ins Treppenhaus zu stellen, ist leider nicht ohne weiteres erlaubt. Denn sie können den Fluchtweg behindern. Mieter sollten vor der Standortwahl immer den Vermieter fragen.
Pflanzen im Treppenhaus sind zwar ein schöner Anblick, doch sie können auch den Fluchtweg versperren. Foto: Jens Kalaene
Pflanzen im Treppenhaus sind zwar ein schöner Anblick, doch sie können auch den Fluchtweg versperren. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa/tmn) - Ein kühles, helles Treppenhaus ist das ideale Winterquartier für Zitrusbäumchen, Oleander oder Fuchsien. Ohne Zustimmung des Vermieters oder Verwalters dürfen Mieter ihre nicht-winterharten Pflanzen jedoch weder auf Treppenabsätzen noch auf Fensterbänken platzieren.

Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund hin. Der Vermieter ist nämlich verpflichtet, Flur und Treppen verkehrssicher zu halten. Er darf dafür auch die Nutzung der Gemeinschaftsflächen einschränken.

Auch wenn die Genehmigung vorliegt, dürfen die Pflanzgefäße jedoch nicht die Fluchtwege versperren. Eine bundesweit einheitliche gesetzliche Regelung, wie breit ein Fluchtweg mindestens sein muss, gibt es nicht. Die Bauordnungen der Länder enthalten dazu unterschiedliche Brandschutz-Vorschriften.

An schönen Pflanzen im Treppenhaus freuen sich dann auch die Mitbewohner. Verantwortlich ist allerdings der Besitzer. Er sollte sich so um seine Gewächse kümmern, dass sich keiner der Nachbarn gestört fühlt. Regelmäßiges, aber nicht übermäßiges Gießen oder auch das Entfernen trockener Blätter gehört damit zum Pflegeprogramm.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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