Erdfloh-Befall: Im Hochsommer besser kein Rucola anbauen

21.06.2016
Rucola ist nicht jedermanns Geschmack. Der Erdfloh aber steht total auf ihn. Das müssen Hobbygärtner derzeit erfahren: Der Käfer frisst kleine Löcher in die Blätter.
Den Anbau von Rucola überlässt man in den heißen Sommermonaten besser den Landwirtschaftsbetrieben. Denn im Gemüsegarten lockt er den Erdfloh an. Foto: Julian Stratenschulte
Den Anbau von Rucola überlässt man in den heißen Sommermonaten besser den Landwirtschaftsbetrieben. Denn im Gemüsegarten lockt er den Erdfloh an. Foto: Julian Stratenschulte

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Der Erdfloh liebt Rucola. Er frisst sich gerne an den Blättern satt, was man an vielen kleinen Löchern erkennt. Der Hobbygärtner kann dann nur noch versuchen, den Salat zu retten.

Wer den Erdfloh vertreiben will, sollte den Boden des Gemüsebeetes gut feucht halten und abdunkeln, etwa indem er regelmäßig Mulch wie den Rasenschnitt darauf gibt. Außerdem sollte der Boden mit der Hacke immer wieder gut gelockert werden, erklärt die Bayerische Gartenakademie. Hilft das alles nichts gegen den Schädling, sollte man in heißen Sommermonaten besser auf den Anbau von Rucola verzichten.

Denn gerade bei anhaltender Trockenheit nehmen die Löcher im Blattgemüse zu. Dann können die Tiere auch in Massen auftreten und komplette Blätter vernichten. Ebenso liebt der Erdfloh übrigens die Blätter von Radieschen, Rettich, aber auch von Chinakohl, Asia-Salaten, Kohlrabi, Kohlgewächsen, Borretsch und Beinwell. Auch auf sie müsste man also verzichten, breitet sich der Erdfloh stark aus. Allerdings lassen sich die Blätter der Salate auch mit Löchern noch verzehren, nur ihr Aussehen leidet.

Der Schädling selbst ist winzig, nur etwa zwei bis vier Millimeter wird er groß. Man erkennt den Blattkäfer an seiner bläulichen bis schwarzen Farbe, oft trägt er gelbe Streifen. Seinen Namen Erdfloh verdankt der Käfer seinen dicke Hinterbeinen, mit denen er gut hüpfen kann.

Tipp der Gartenakademie


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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