Energie-«Preishammer» für Mieter erst 2023

05.04.2022
Die Mietnebenkostenabrechnung 2023 könnte für viele Menschen deutlich teurer werden. Außerdem drohen die Preise für Strom und Gas in den nächsten Monaten weiter zu steigen.
Ein Schlauch für die Heizöllieferung an einen Kunden in einem Mehrfamilienhaus ist am Füllstutzen eines Erdtanks befestigt. Foto: Christian Charisius/dpa
Ein Schlauch für die Heizöllieferung an einen Kunden in einem Mehrfamilienhaus ist am Füllstutzen eines Erdtanks befestigt. Foto: Christian Charisius/dpa

Osnabrück (dpa) - Die gestiegenen Energiekosten werden nach Einschätzung von Verbraucherschützern bei vielen Mietern mit der Nebenkostenabrechnung verzögert ankommen.

«Der Preishammer kommt im nächsten Jahr auf die Verbraucher zu», sagte Energieexperte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Die große Preiswende bei Strom und Gas habe es erst zum Jahreswechsel gegeben. Auch Vermieter, die ihren Öltank in diesem Jahr gefüllt hätten, gäben die Mehrkosten erst mit der Abrechnung im kommenden Jahr weiter.

Sieverding geht nach eigenen Worten davon aus, dass Versorger 2022 die Preise weiter erhöhen. «Wann und um wie viel hängt auch mit der Beschaffungsstrategie der Unternehmen zusammen.» Erste Hinweise auf Strompreiserhöhungen im Juli oder August - also im Monat vor beziehungsweise nach Abschaffung der EEG-Umlage - gebe es bereits.

© dpa-infocom, dpa:220405-99-802581/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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