Energie-Label werden übersichtlicher

11.03.2019
Die EU-Kommission gestaltet das Energie-Label verbraucherfreundlicher. Künftig werden Produkte nur noch mit einer Skala von A bis G gekennzeichnet.
Künftig wird der Energieverbrauch von Geräten für den Verbraucher übersichtlicher. Auf einer Skala von A bis G lässt sich ablesen, wie umweltfreundlich ein Gerät ist. Foto: Armin Weigel
Künftig wird der Energieverbrauch von Geräten für den Verbraucher übersichtlicher. Auf einer Skala von A bis G lässt sich ablesen, wie umweltfreundlich ein Gerät ist. Foto: Armin Weigel

Brüssel (dpa) - Die Energie-Label von Lampen, Kühlschränken, Wasch- und Spülmaschinen sollen für Verbraucher in der EU übersichtlicher werden. Vom 1. März 2021 sollen diese Produkte nur noch mit einer Skala von A bis G gekennzeichnet werden, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte.

Verwirrende Label wie A+++ für die sparsamsten Geräte verschwinden. Die EU-Staaten und das Europaparlament hatten sich 2017 darauf geeinigt, dass das sparsamste Gerät anstelle des Labels A+++ künftig wieder mit A ausgezeichnet werden soll. Die Skala geht dann vom besonders guten A bis zu G für besonders stromschluckende Geräte.

Diese Kategorien galten schon früher. Als moderne Geräte hinzu kamen, wurde die bessere Energieeffizienz mit zusätzlichen Pluszeichen ausgezeichnet. Die Folge: Geräte der Kategorie A wirkten zwar sparsam, doch gab es weit bessere auf dem Markt.

Die EU-Kommission verspricht sich durch die neuen Labels eine Energieersparnis in Höhe des Jahresverbrauchs Ungarns. Die Generaldirektorin des Europäischen Verbraucherverbands Beuc, Monique Goyens, begrüßte den Schritt: «Die neuen Labels werden entscheidend für Verbraucher sein, das energieeffizienteste Produkt zu wählen und Geld zu sparen», sagte sie. Dennoch könne dies nur der Anfang sein. Auch für andere Produktgruppen müsse das Label einfacher werden.

Unter die Entscheidung vom Montag fallen außer Lampen, Kühlschränken, Wasch- und Spülmaschinen auch Bildschirme und Wäschetrockner. Das Europaparlament und die EU-Staaten müssen der Entscheidung in den kommenden Monaten noch zustimmen.

Mitteilung der EU-Kommission


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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